Capra Saas-Fee und Yale-Historiker lassen „verlorene“ Schweizer Küche neu aufleben

| Gastronomie Gastronomie

Das Hotel The Capra in Saas-Fee veranstaltet im Juni ein dreitägiges Programm zur Geschichte der Schweizer Küche. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung bekanntgab, findet das Ereignis in Zusammenarbeit mit dem Historiker Paul Freedman von der Yale-Universität statt. Vom 5. bis zum 8. Juni 2026 werden kulinarische Angebote mit historischen Hintergründen verknüpft, wobei der Fokus auf der Entwicklung von der Belle Époque bis zur modernen Alpenküche liegt.

Historiker Paul Freedman begleitet thematische Abendessen zur Alpenkultur

Das Programm umfasst nach Angaben des Veranstalters drei thematische Abendessen, die verschiedene Epochen der Schweizer Esskultur beleuchten. Den Beginn markiert ein Abend unter dem Thema der Romantik und der Entdeckung der Alpen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ära der Grandhotels, in der die Speisegewohnheiten der Belle Époque im Mittelpunkt stehen. Den Abschluss bildet eine Auseinandersetzung mit der modernen alpinen Küche und dem Einfluss historischer Entwicklungen auf heutige kulinarische Standards.

Fokus auf regionale Erzeuger und traditionelle Zubereitungsmethoden im Wallis

Zusätzlich zu den Mahlzeiten sind Besuche von Weinbergen im Wallis sowie geführte Touren zu regionalen Produzenten vorgesehen. Das Konzept wurde von Phaedra Letrou, Direktorin für Partnerschaften und Erlebnisse im The Capra, entworfen. Ziel sei es laut Letrou, ein Erlebnis zu schaffen, das über die klassische Kulinarik hinausgeht. Die Veranstaltung ist Teil einer strategischen Ausrichtung des Hauses, die verstärkt auf ursprüngliche Zutaten und die Zusammenarbeit mit lokalen Erzeugern setzt.

Rahmenprogramm verbindet Kräuterwanderungen mit Wellnessangeboten in den Bergen

Ergänzt wird das fachliche Programm durch eine Kräuterwanderung in der Umgebung von Saas-Fee. Den Teilnehmern stehe zudem die Nutzung des hoteleigenen Wellnessbereichs offen, wie das Hotel mitteilt. Die Brasserie 1809 des Hauses integriert passend zur Ausrichtung saisonale Gerichte unter der Bezeichnung Canton Classics in ihre Speisekarte. Das Hotel, das nach eigenen Angaben über zwei Michelin Keys verfügt, positioniert das Retreat als Verbindung von Kulturgeschichte und Erholung in einer hochalpinen Umgebung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.

Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant-Hotel Obauer in Werfen wird Ende Oktober 2026 schließen. Karl, Rudi und Angelika Obauer beenden den Familienbetrieb nach mehr als 47 Jahren und treten in den Ruhestand.