Deutsche Umwelthilfe erwirkt Urteile gegen Fast-Food-Ketten bei Mehrwegangebotspflicht

| Gastronomie Gastronomie

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat vor den Landgerichten Berlin und Frankfurt am Main Urteile erwirkt, die Fast-Food-Ketten wie Nordsee, Burgermeister, Subway und Burger King verpflichten, ein Mehrwegangebot einzuführen oder zu verbessern. Die Klagen folgten auf Testbesuche der DUH, bei denen Verstöße gegen die gesetzliche Mehrwegangebotspflicht festgestellt wurden.

Die Gerichte bestätigten, dass Franchisenehmer der genannten Ketten in den getesteten Filialen ihrer Verpflichtung nicht ausreichend nachkommen. Dabei geht es um die Bereitstellung von Mehrwegverpackungen für alle von der Pflicht erfassten Getränke und Speisen. Die DUH hatte zuvor festgestellt, dass in vielen Betriebsstätten entweder gar kein Mehrwegangebot vorhanden war oder dieses unzureichend war.

Die Umwelthilfe kritisiert, dass die Kontrollen der Mehrwegangebotspflicht durch die zuständigen Behörden mangelhaft seien. Erst durch eigene Testbesuche seien Verstöße offengelegt worden.

In vielen Franchise-Filialen von Nordsee, Burgermeister und Subway wurde kein Mehrwegangebot gefunden. Bei einzelnen Filialen von Nordsee und Burger King wurde zwar Mehrweg beworben, jedoch konnten nicht alle bestellten Getränke in Mehrwegbechern ausgegeben werden.

Für Unternehmen in der Gastronomiebranche bedeuten die Urteile verstärkte Verantwortung, die Mehrwegangebotspflicht umzusetzen und kontrollierbar zu machen. Zudem wächst der politische Druck auf eine breitere Einführung von steuerlichen Anreizen, die Mehrwegverpackungen fördern sollen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.

Rund 2,5 Millionen Gäste statt 4,2 Millionen im Vorjahr: Der Cannstatter Wasen endet mit deutlich geringeren Besucherzahlen. Wie die dpa berichtet, gehe auch der Bierkonsum weiter zurück. Veranstalter und Festwirte zeigen sich dennoch zufrieden.

Schwabinger Tor Bräu hat ein Wirtshaus im Andaz-Hotel in München eröffnet. Die angeschlossene Brauerei produziert seit 2025 und beziffert ihre mögliche Jahresproduktion auf bis zu 100.000 Liter Bier.

Weißer Trüffel gilt als wertvoll – nun macht ihm auch der Klimawandel zu schaffen. Die Delikatesse könnte nach Hitze und Dürre in diesem Sommer noch teurer werden. Experten hoffen auf den Spätherbst.

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.