Die Top 10 des Deutschen Gastro-Gründerpreises 2020

| Gastronomie Gastronomie

Köstlicher könnte das neue Jahrzehnt kaum beginnen. Von Kochen für den Weltfrieden über backende Omas bis hin zu karibischen Tapas: Die Top 10 des Deutschen Gastro-Gründerpreises, der jährlich gemeinsam von der Internorga, dem Leaders Club Deutschland und orderbird verliehen wird, stehen fest. Aus einer Vorauswahl der Top 30 haben für 2020 wieder zehn Gastro-Gründer überzeugt. Am 7. Februar stellen die Top 10, darunter auch Mahl & Meute, die Gewinner des Social-Media Votings, ihre Gründungskonzepte in Hamburg einer Expertenjury vor.

Die Top 10 des Deutschen Gastro-Gründerpreises 2020:

Brad Brat

Statt am Stück serviert Hamburger Marvin Kruse seine vier Riesen-“Bradwurst”-Sorten in Scheiben, mit allerhand köstlichem Drumherum und wahlweise im Kartoffelbrötchen, als Bradwurst-Bowl oder mit Fritten.

Die Fette Beete

“Feinster Gemüse Rock ‘n’ Roll” – die Fette Beete in Krefeld ist Restaurant, Catering, Event-Location  und Kochschule in Einem und bietet bunte und saisonale Gemüseküche in familiärer Atmosphäre und auf höchstem Niveau.

Dr. & Dr. Middle Eastern Culture and Food Lab

“Make food not war” – die iranischen Zwillingsschwestern Dr. Sahar und Dr. Forough Soudoudi überschreiten die politischen Grenzen und bringen mit ihrem Berliner Catering die iranische, israelische und persische Küche auf einen Teller. Die fernöstlichen Speisen werden klimaschonend zubereitet und sind obendrein auch noch gesund.

Geeske & der swarte Roelf

Frieda Lekscha und ihr Team sind verrückt nach Korn. In ihrer Bar, direkt am Borkumer Strand gelegen, dreht sich alles um die hochprozentige Spirituose, die hier fester Bestandteil neu interpretierter Cocktail-Klassiker und ausgefallener Neukreationen ist.

Inder Circle

Aus seinem Foodtruck Matilda serviert Chris Noelle aus Wesel internationale Fastfood-Köstlichkeiten mit indischen Twist. Von Naan-Pizza mit Daal, “Indische Poutine” mit Paneer oder Currywurst mit indischen Dips – alle Kreationen werden vegetarisch oder vegan zubereitet.

Klinker

Heimat, Gemeinsinn und Lebensqualität: Das moderne Hamburger Restaurant bietet eine ungewöhnliche Karte und setzt komplett auf Nachhaltigkeit – bis hin zu den Schließzeiten am Wochenende für die Lebensqualität der MitarbeiterInnen.

Maa Deyo

Karibikfeeling in Hamburg – Cristián Orellano und Philipp Zitterbart kochen in ihrem Restaurant modern interkontinental mit afrikanischen und lateinamerikanischen Einflüssen. Ein besonderes Augenmerk richten die beiden hierbei auf Chembe, die karibische Antwort zu mediterranen Tapas.

Mahl & Meute

Für die Gewinner des Social Media Votings gibt es gutes Essen nur in Gesellschaft. In ihrem Wasserschloss im Münsterland servieren sie daher ihre Dry-Aged Steaks mit besonderen Beilagen- und Soßen-Paketen, die von den Tischgästen im “Family style” geteilt werden.

Rentner Rudel

Den besten Kuchen backt immer noch Oma. Im Rentner Rudel dreht sich alles um den Generationenaustausch. Aktive Pensionäre, die sich noch nicht mit ihrem Rentnerdasein abfinden möchten, beköstigen in heimeliger Atmosphäre junge Nostalgiker mit Lieblingsgerichten aus der Kindheit.

Urban Pop up Food

Ein Restaurant trotz Bindungsproblemen? Das geht, haben sich Daniela Weinhold und Nastasia Broda aus München gedacht und kurzerhand ihr rein pflanzliches Pop-up Konzept ins Leben gerufen. Sie kreieren immer wieder neue Pop-up Geschichten wie  Banana Leaf (Frühstück) und Knolle & Kohl (vegane Pintxos-Bar) und sorgen damit für Diversität und Kreativität in der Stadt

Neben Ruhm und Ehre winken den fünf Gewinnern Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro. So wird beispielsweise jedes Team über die nachfolgenden zwölf Monate von einem Jurymitglied aktiv bei der Realisation ihrer Geschäftsidee unterstützt und beraten, sie erhalten eine zweijährige Leaders Club Mitgliedschaft, ein orderbird Gastrokassen-Gesamtpaket inklusive Lizenz,  ein professionelles Fotoshooting und mediale Unterstützung, eine Gründungsberatung durch die ETL ADHOGA und VEGA-Gutscheine im Gesamtwert von 1.500 Euro. Der Gründerwettbewerb wird unter anderem Coca-Cola European Partners und Melitta unterstützt.

Das Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises findet am 13. März auf der Internorga in Hamburg statt (15.00, Saal  Chicago, Eingang Mitte). Hier pitchen die Top 5 noch einmal live ihre Gastro-Ideen. Das anwesende Fachpublikum wählt im Anschluss per Live-Voting den Hauptgewinner. Dieser darf sich zusätzlich zu den anderen Preisen über eine Startfinanzierung von 10.000 Euro sowie eine 40-stündige Beratung im Wert von 5.000 Euro durch den Leaders Club Deutschland freuen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Noma in Kopenhagen gilt als eines der besten Restaurants der Welt. Doch Ex-Mitarbeiter werfen Chefkoch Redzepi laut «New York Times» Gewalt und Demütigungen vor. Jetzt zieht der Däne Konsequenzen.

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026, hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.