Eataly treibt Expansion mit 75-Millionen-Euro-Kapitalerhöhung voran

| Gastronomie Gastronomie

Die italienische Feinkostkette Eataly hat eine Kapitalerhöhung in Höhe von 75 Millionen Euro beschlossen, um ihre internationale Expansion voranzutreiben. Mehrheitsaktionär Investindustrial stellt die Mittel in zwei Tranchen zur Verfügung – die erste Auszahlung soll bis Ende November 2025 erfolgen, die zweite bis 30. Juni 2026.

Ziel der Rekapitalisierung ist die Stärkung der globalen Präsenz, insbesondere in Nordamerika sowie im Bereich Reiseeinzelhandel an großen Flughäfen.

Neue Standorte in den USA und Kanada

Im Mittelpunkt der Strategie steht das neue Format Eataly Caffè, das bereits in New York mit Standorten im Rockefeller Center und in Hudson Yards erfolgreich getestet wurde. Ein weiteres Café an der Lexington Avenue soll in Kürze eröffnen.

Bis Jahresende sind zudem neue Geschäfte in PhiladelphiaWest Palm Beach und Toronto geplant. Vor allem Kanada gilt für Eataly als wichtiger Markt, da Toronto als eine der Städte mit der weltweit größten italienischstämmigen Bevölkerung gilt.

Wachstum im Reiseeinzelhandel

Parallel treibt Eataly den Ausbau seines Angebots im Travel-Retail-Sektor voran. Nach einer Eröffnung am Flughafen Schiphol (Amsterdam) sollen bis Ende des Jahres neue Standorte am Mailänder Flughafen Linate sowie weitere in Paris (Orly und Charles de Gaulle) und am New Yorker Flughafen JFK folgen.

Dank dieser Kapitalerhöhung können wir auch unseren internationalen Expansionsplan im Travel-Retail-Bereich – also an Flughäfen und Bahnhöfen – weiter beschleunigen“, erklärte CEO Andrea Cipolloni.

Hintergrund Eataly 

Eataly wurde 2007 von Oscar Farinetti gegründet und zählt heute zu den führenden Anbietern italienischer Feinkostprodukte weltweit. Das Konzept kombiniert Restaurants, Lebensmittel- und Getränketheken, spezialisierte Supermärkte, Konsumgüter sowie eine eigene Kochschule. In Rom betreibt Eataly mit rund 17.000 Quadratmetern einen seiner größten Standorte im ehemaligen Air Terminal am Bahnhof Ostiense.

Eataly in Deutschland

Auch in Deutschland ist Eataly vertreten. Seit 2015 betreibt die Feinkostkette einen Standort in der Münchner Schrannenhalle nahe dem Viktualienmarkt. Auf rund 4.600 Quadratmetern kombiniert der Markt italienische Feinkost mit Gastronomiebetrieben, Lebensmittelläden und Kochkursen. Der Münchner Standort gilt als wichtiger Referenzpunkt für den deutschsprachigen Raum, weitere Filialen in Deutschland sind bislang nicht angekündigt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Hamburger Foodservice Preis 2026 ehrt Karls Erlebnis-Dörfer und Haferkater für ihre wirtschaftlichen Erfolge. Der diesjährige Ehrenpreis ging an Henry McGovern, der über drei Jahrzehnte die Entwicklung der Restaurantgruppe AmRest beeinflusste.

Die Initiative „Lokalhelden gesucht“ startet in die zweite Runde: Kleine Gastronomiebetriebe können ab sofort ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie Sachleistungen gewinnen, um ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.

Das Hamburger Start-up goodBytz liefert mit SAM eine vollautomatische Containerküche an die U.S. Army nach Südkorea. Das System ermöglicht die frische Zubereitung von bis zu 30 Mahlzeiten in wenigen Minuten – und das unabhängig von lokaler Kücheninfrastruktur.