Entscheidung über Oktoberfest aus München nächste Woche erwartet

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Warten auf die Wiesn: Nächste Woche will die Stadt München entscheiden, ob das Oktoberfest nach zweijähriger Corona-Zwangspause dieses Jahr stattfinden kann. Ein genauer Termin für die Entscheidung stehe aber noch nicht fest, sagte eine Sprecherin von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Mittwoch. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Sollte es grünes Licht geben, könnte es am 17. September auf der Theresienwiese erstmals wieder heißen: «Ozapft is». Das Fest würde dann bis zum 3. Oktober dauern.

In den vergangenen beiden Jahren war das Oktoberfest wegen der Pandemie abgesagt worden. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes nur in Kriegszeiten.

Sechs Millionen Besucher aus aller Welt lockte das größte Volksfest der Welt vor der Pandemie an. Dichtes Gedränge in bierseliger Laune - in Corona-Zeiten mit vollen Intensivstationen war das kaum vorstellbar.

Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) hatte sich zuletzt aber zuversichtlich geäußert, dass dieses Jahr wieder gefeiert werden kann. «Ich bin zuversichtlicher denn je», sagte er am Mittwoch. «Nürnberg und Augsburg zeigen, Volksfeste feiern ist wieder möglich.»

Mittlerweile sind im Freistaat sämtliche Corona-Auflagen auch für Volksfeste weggefallen. Die Entscheidung, ob und wie Volksfeste stattfinden, treffen allerdings die jeweiligen Kommunen. Somit liegt der Ball bei der Landeshauptstadt.

Die Verantwortlichen hatten bereits im vergangenen Jahr an Konzepten gearbeitet, wie die Wiesn 2022 trotz Corona stattfinden könnte. Zeitweise war angedacht worden, je nach Lage nur Geimpfte und Genesene auf das Festgelände zu lassen. Es gebe aber derzeit keine Rechtsgrundlage für Einschränkungen, sagte Baumgärtner.

Zuletzt war nach einem bewegenden Auftritt des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko per Live-Schalte im Münchner Stadtrat kurzzeitig eine Debatte entbrannt, ob angesichts des Krieges und des Leidens der Menschen fröhlich gefeiert werden könne.

Die Wiesn-Wirte hatten entgegnet, es trage zur Völkerverständigung bei, wenn Menschen aus aller Welt friedlich zusammen feierten. Baumgärtner sagte dazu, das Oktoberfest habe keinen moralischen Anspruch. Es sei ein bayerisches Kulturfest. Eine Absage wegen des Krieges würde Kremlchef Wladimir Putin in die Hände spielen bei seinem Ziel, dass die westliche Kultur beeinträchtigt werde. (dpa)


 

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