Erfolgswirt Roland Mary macht Restaurant Grosz dicht und wird Hotelier

| Gastronomie Gastronomie

Der Berliner Promi-Gastronom Roland Mary, der unter anderem das Restaurant ,Borchardt’ am Gendarmenmarkt betreibt, schließt Ende November sein Restaurant ,Grosz’ am Kurfürstendamm. „Es hat nicht so funktioniert, wie wir es uns erhofft hatten“, wird Roland Mary in der Zeitung „B.Z.“ zitiert. Das ,Grosz’ sei von Anfang an ein schwieriges Objekt gewesen. Mary geht dafür zukünftig in Berlin Mitte und in einem Schloss in Brandenburg unter die Hoteliers.

Ein Grund für das Aus nach sieben Jahren am Kurfürstendamm sind wohl Probleme mit den Nachbarn gewesen, erklärte Mary in der Zeitung, der seit 27 Jahren das Restaurant „Borchardt“ in Berlin Mitte, gerne „Wohnzimmer der Promis“ tituliert, erfolgreich betreibt. Auch das „Café am Neuen See“ im Tiergarten gehörts zu Marys Gastro-Reich.

Wegen Beschwerden müsse er den Garten im Innenhof des „Grosz“ jeden Abend bereits um 22 Uhr schließen. Jeden zweiten Tag habe das Ordnungsamt seinen Vorgarten vermessen. Daneben habe es architektonische Probleme gegeben, denn der lange Schlauch sei schwer zu bespielen.

Das „Aus“ für das Grozs nimmt Mary mit der Leichtigkeit eines ansonsten erfolgsverwöhnten Gastronomen zur Kenntnis, denn er habe ja schon Restaurants geschlossen und wieder neue aufgemacht und werden dies auch wieder tun, wenn es nicht funktioniere. Das Invetar soll verkauft und der Erlös gespendet werden.

Für die Zukunft schmiedet Mary große Pläne. Der für seine Schnitzel und, im Café am Neuen See, für große Pizzen bekannte Gastronom, geht unter die Hoteliers. Mary berichtet, dass er bereits Verträge für ein Hotel in Berlin Mitte unterschrieben habe. Ohne Details zu verraten, lässt der umtriebige Unternehmer verlautbaren, dass er ferner ein Schloss in Brandenburg gekauft habe, in dem er ebenfalls ein Hotel betreiben wolle.

Das Restaurants ‚Grosz‘ befindet sich im Haus Cumberland. Die Immobilie ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am Kurfürstendamm zwischen Bleibtreu- und Schlüterstraße in Berlin-Charlottenburg. Es stammt aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts, diente als Hotel und Sitz verschiedener Verwaltungen. Nachdem erneute Pläne für ein Luxushotel ebenfalls scheiterten, wurde die Immobilie 2010 an die Herren Dr. Th. Bscher, D. Maruhn und D. Germandi veräußert. Das Gebäude wurde denkmalgerecht saniert und die Fassade zum Ku’damm nach historischem Vorbild wieder hergestellt. Im hinteren Teil des Hauses sind 185 Eigentumswohnungen entstanden, im vorderen Teil Ladengeschäfte. Ende 2012 eröffnete das Grosz, benannt nach dem Berliner Künstler George Grosz. Der deutsch-amerikanische Maler, Grafiker und Karikaturist ist heute besonders für seine sozial- und gesellschaftskritischen Gemälde aus den 1920er Jahren bekannt.Gegenüber dem Haus befindet sich der George-Grosz-Platz. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Hamburger Foodservice Preis 2026 ehrt Karls Erlebnis-Dörfer und Haferkater für ihre wirtschaftlichen Erfolge. Der diesjährige Ehrenpreis ging an Henry McGovern, der über drei Jahrzehnte die Entwicklung der Restaurantgruppe AmRest beeinflusste.

Die Initiative „Lokalhelden gesucht“ startet in die zweite Runde: Kleine Gastronomiebetriebe können ab sofort ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie Sachleistungen gewinnen, um ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.

Das Hamburger Start-up goodBytz liefert mit SAM eine vollautomatische Containerküche an die U.S. Army nach Südkorea. Das System ermöglicht die frische Zubereitung von bis zu 30 Mahlzeiten in wenigen Minuten – und das unabhängig von lokaler Kücheninfrastruktur.