Erster Michelin-Führer Kanadas kürt die besten Restaurants in Toronto

| Gastronomie Gastronomie

Mit mehr als 5.000 Restaurants ist Toronto der kulinarische Hotspot Kanadas. Grund genug für den Michelin-Guide, der Hauptstadt Ontarios eine eigene Ausgabe zu widmen – als erster Stadt des Ahornlands. Im neuen Michelin-Führer Toronto werden die besten 74 Restaurants der Metropole serviert. Eine Auszeichnung mit zwei Sternen gab es für ein Restaurant, gleich zwölf schmücken sich ab sofort mit einem Stern.

Der erst sechste separate Guide für eine nordamerikanische Stadt verschafft Torontos kulinarischer Szene weltweite Aufmerksamkeit. Und zeigt, wie viele verschiedene Kulturen die Küche der Millionenmetropole beeinflussen. Etwa 53 Prozent aller Torontonians wurden außerhalb Kanadas geboren und die Stadt ist für ihre zahlreichen multikulturellen Viertel berühmt. Diese Vielfalt der kulinarischen Einflüsse findet sich auch im Guide wieder: Restaurants aus 27 unterschiedlichen Länderküchen, darunter asiatische, afrikanische, karibische, europäische/mediterrane, sowie kulinarische Angebote aus dem Nahen und Mittleren Osten wurden aufgenommen. Auch BBQ oder Fusion Food findet seinen Platz – ebenso wie vegetarische Restaurants.

Sterne für Exzellenz, Geschmack und Nachhaltigkeit

Über Monate schwärmten die Testesser und Redaktion des Guides aus, besuchten mehrmals anonym die Restaurants. Die Ergebnisse wurden am Ende in die bekannten Kategorien eingeordnet: Eine außergewöhnliche Küche und talentierte Küchenchefs werden mit einem, zwei oder drei Sternen ausgezeichnet, für eine hochwertige Küche zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis gibt’s den Bib-Gourmand. Restaurants, die sich für eine nachhaltigere Gastronomie einsetzen, werden mit einem Green Star gewürdigt. In Toronto darf sich ab sofort das Sushi Masaki Saito mit zwei Michelin-Sternen schmücken, einen Stern erhielten Kaiseki Yu-zen Hashimoto, Shoushin, Yukashi, Aburi Hana (Japanisch), Frilu sowie Enigma Yorkville (Contemporary), Osteria Giulia und Don Alfonso 1890 Toronto (Italienisch), Alobar Yorkville und Alo (Französisch), Quetzal (Mexikanisch) und Edulis (Mediterran).

Über den Bib-Gourmand freuen sich SumiLicious Smoked Meat & Deli,  Puerto Bravo, Fonda Balam, La Bartola und Campechano (Mexikanisch), Indian Street Food Company, Wynona und Enoteca Sociale (Italienisch), Cherry Street Bar-B-Que (Barbecue), Fat Pasha (Mittlerer Osten), R&D (Fusion, Chinesisch), Grey Gardens (Contemporary, Seafood), Bar Raval (Spanisch), Favorites Thai und Alma (Asiatisch), Chica’s Chicken (Amerikanisch) sowie The Ace (Gastropub).

Kanadas Tourismusminister Randy Boissonnault ist sicher, dass die Anerkennung ein bahnbrechender Erfolg ist, der eine neue Ära der Gastronomie in Kanada einleitet: „Toronto ist die erste kanadische Stadt, die sich dem MICHELIN-Verzeichnis anschließt und damit zu den besten kulinarischen Reisezielen der Welt gehört. Das wird neue kulinarische Talente nach Kanada locken und damit auch Besucher anziehen.“

John Tory, Bürgermeister von Toronto: „Ich bin sehr stolz auf den ersten eigenen Michelin Guide für eine kanadische Stadt und freue mich, der Welt die bemerkenswerte Food-Szene Torontos zu präsentieren. Ich hoffe, dass jetzt mehr Menschen auf der Welt die kulinarische Exzellenz Torontos entdecken und einen Besuch in Betracht ziehen.“ 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kneipe 80 eröffnet erstmals einen Standort außerhalb Bayerns. In Münster kooperiert die Münchner Marke mit dem Betreiber der Ausgehlocation Das Schaf. Am Tegernsee wird der saisonale Kiosk 80 zum Klub 80 in Rottach-Egern.

Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern offenbar unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein.

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.

Rund 2,5 Millionen Gäste statt 4,2 Millionen im Vorjahr: Der Cannstatter Wasen endet mit deutlich geringeren Besucherzahlen. Wie die dpa berichtet, gehe auch der Bierkonsum weiter zurück. Veranstalter und Festwirte zeigen sich dennoch zufrieden.

Schwabinger Tor Bräu hat ein Wirtshaus im Andaz-Hotel in München eröffnet. Die angeschlossene Brauerei produziert seit 2025 und beziffert ihre mögliche Jahresproduktion auf bis zu 100.000 Liter Bier.

Weißer Trüffel gilt als wertvoll – nun macht ihm auch der Klimawandel zu schaffen. Die Delikatesse könnte nach Hitze und Dürre in diesem Sommer noch teurer werden. Experten hoffen auf den Spätherbst.

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.