Französische Koch-Legende Pierre Troisgros gestorben

| Gastronomie Gastronomie

Der französische Spitzenkoch Pierre Troisgros ist Berichten zufolge tot. Troisgros sei am frühen Mittwochnachmittag im Alter von 92 Jahren in seinem Haus in der Nähe der Kleinstadt Roanne gestorben, sagte Patrice Laurent, Direktor des «Maison Troisgros», der französischen Nachrichtenagentur AFP. Troisgros und sein Bruder Jean revolutionierten in ihrem Restaurant in Roanne in der Nähe von Lyon die französische Küche. Auch die Zeitschrift «Le Progès» berichtete über den Tod von Troisgros.

Der Meisterkoch wurde 1928 in Chalon-sur-Saône geboren und lernte unter anderem bei Spitzenköchen in Paris. In den 1950er Jahren kehrte er in seine Heimat zurück. Dort arbeiteten er und sein Bruder zusammen mit ihrem Vater im Familienhotel und erhielten schließlich ihren ersten Stern. Der zweite Stern kam zehn Jahre später und der dritte 1968. Bruder Jean starb bereits 1983.

Troisgros zählt zu den Vertretern der «Nouvelle Cuisine», einer Bewegung damals junger Köche, die die französische Küche entstauben wollten. Sein Name fällt in einem Atemzug mit anderen französischen Meisterköchen wie dem 2018 verstorbenen Paul Bocuse. Noch heute ist das Restaurant in Roanne, das seit mehr als 50 Jahren drei Sterne hat, in Familienhand. Es gibt außerdem noch eine Brasserie und ein Gasthaus auf dem Land. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Internationale WM-Gäste sorgen in nordamerikanischen Restaurants für Debatten über Trinkgeldregeln. Viele Betriebe reagieren mit automatischen Servicegebühren auf ausbleibende Zahlungen.

Die Gastronomie-Marke Kneipe 80 plant eine Tournee durch Deutschland und Österreich. Dabei ergänzen neue Standorte und diverse Gastspiele bei Großveranstaltungen das bisherige Portfolio des Konzeptgebers Marc Uebelherr.

Zwei-Sterne-Koch Daniel Gottschlich plant für 2028 die Eröffnung eines zweiten Restaurantkonzepts. Das neue Projekt soll unabhängig vom Ox & Klee betrieben werden und nach Unternehmensangaben Kulinarik, Technologie und Inszenierung zu einem immersiven Gastronomieerlebnis verbinden.

Casualfood nimmt am Flughafen Düsseldorf den ersten Slim Chickens Standort an einem deutschen Airport in Betrieb. Das Konzept ergänzt das gastronomische Portfolio des Flughafens um ein weiteres internationales Angebot.

Superschmarrn erweitert sein Filialnetz und will im Juli 2026 einen fünften Standort am Friedensplatz in Bonn eröffnen. Hinter dem Gastronomiekonzept stehen die Gastronomen Gunilla und Thomas Hirschberger, die unter anderem als Gründer der Marken Sausalitos und Hans im Glück bekannt sind.

Mit deutlichen Worten kritisiert Jürgen Dollase die Präsentation der Michelin-Sterne 2026. Sein Kommentar richtet sich sowohl gegen den Ablauf der Veranstaltung als auch gegen die Ausrichtung des Guide Michelin.

Die Sommelier-Union Deutschland blickt auf ihr fünfzigjähriges Bestehen zurück und bestätigt im Rahmen des Sommelier-Campus die Vereinsführung um Präsidentin Yvonne Heistermann.

Applaus, Emotionen und strahlende Gewinner: Bei der Verleihung des Michelin Guide Deutschland 2026 traf sich die Spitze der deutschen Gastronomie. Unsere große Bildergalerie zeigt die schönsten Momente des Abends.

Mit der Verleihung von drei Michelin-Sternen gehört das L.A. Jordan in Deidesheim zur Spitzengruppe der ausgezeichneten Restaurants. Veröffentlicht wurden nun auch Auszüge aus den Bewertungen der Michelin-Inspektoren zu mehreren Menügängen.

Der Michelin Guide Deutschland 2026 umfasst insgesamt 339 Sterne-Restaurants im gesamten Bundesgebiet. Das Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim steigt als Neuzugang in die Drei-Sterne-Kategorie auf, während vier Betriebe zwei Sterne erstmals erhalten.