Fünf Euro pro Teller - Gebühr für Essensreste in Erfurter Buffet-Restaurant

| Gastronomie Gastronomie

Wer sich im Restaurant „Goldener Wok“ in Erfurt den Teller zu voll lädt und ihn nicht leer isst, muss mit einer zusätzlichen Gebühr rechnen. Inhaber Chien-Yung Cheok hat in seinem All-you-can-eat-Buffet eine Regel eingeführt: Für nicht aufgegessene Speisen werden fünf Euro pro Teller berechnet, für nicht ausgetrunkene Getränke zwei Euro.

Ziel der Maßnahme sei es, Gäste für den Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren. „Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viel Essen vergeudet wird“, erklärte Cheok der Bild. Jeden Monat würden tonnenweise Lebensmittel im Müll landen – eine Entwicklung, der er mit seiner Regel entgegenwirken will.

Das chinesische Restaurant bietet täglich ein Mittagsbuffet für 15,50 Euro und ein Abendbuffet für 23,50 Euro an. Seit der Einführung der Regel zur Vermeidung von Verschwendung sei die Menge an weggeworfenem Essen um 30 bis 50 Prozent gesunken. „Früher waren unsere vier Biotonnen jede Woche randvoll“, so der Gastronom.

Cheok, der seit 1994 in Thüringen lebt, betreibt das Restaurant seit 2022. Die Maßnahme stieß zunächst auf Kritik – schließlich sei ein All-you-can-eat-Angebot bereits bezahlt –, doch mittlerweile wird sie laut Cheok von vielen Gästen unterstützt. Er verweist auf steigende Einkaufspreise, die in den vergangenen Jahren um bis zu 50 Prozent gestiegen seien. Die Regel helfe, die Preise weiterhin niedrig zu halten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.