Gastgewerbe in Niedersachsen rechnet mit Umsatzrückgang von 50 Prozent

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Nach der Ankündigung von strengeren Vorgaben im Kampf gegen die Corona-Pandemie, blickt das niedersächsische Gastgewerbe mit Sorge auf die kommenden Monate. Der Branche gehe es schlechter denn je, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Niedersachsen, Rainer Balke, am Mittwoch der dpa. Für das gesamte Jahr 2020 rechne er im Vergleich zum Vorjahr mit einem Umsatzrückgang von 50 Prozent. Die Verluste könnten nicht wieder aufgefangen werden. «Es ist ein extremes Desaster.»

Auf die neue Corona-Verordnung mit zunächst angekündigten Lockerungen habe die Branche viel Hoffnung gesetzt. «Wir waren uns sicher, dass die 100-er Grenze kommt und möglicherweise unter bestimmten Voraussetzungen sogar mit bis zu 200 Personen gefeiert werden kann.» Dass sich Bund und Länder wegen gestiegener Infektionszahlen nun auf striktere Vorgaben geeinigt haben, sei für die Branche hart. Noch hofften die Betriebe, dass Veranstaltungen mit 100 Menschen oder mehr möglich sein werden. «Das wäre für das Gastgewerbe ein Schritt in die richtige Richtung.»

Dass es abhängig von den Infektionszahlen Obergrenzen für private Feiern geben soll, sei für die Planung schwierig. Nach einem Beschluss von Bund und Ländern sollen in angemieteten Räumen höchstens 50 Personen feiern dürfen, wenn sich in einem Landkreis binnen sieben Tagen mehr als 35 Menschen pro 100 000 Einwohner nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Balke verwies darauf, dass durch diese Regel Betrieb und Gast jederzeit damit rechnen müssen, dass eine geplante Feier eingeschränkt oder abgesagt wird.

Diskotheken und Clubs sind Balke zufolge besonders hart getroffen, ihr Geschäftsmodell sei in Corona-Zeiten unmöglich. «Wie sie weiter existieren sollen, wissen wir nicht.» Niedersachsen sieht wegen des Anstiegs der Infektionszahlen von der zunächst ins Auge gefassten Wiedereröffnung von Diskotheken und Clubs vorläufig ab. Die neue Corona-Verordnung für Niedersachsen wird derzeit erarbeitet und soll vom 9. Oktober an gelten. (dpa)


 

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