Gourmet-Diskussionen nach Schwarzwaldstuben-Streichung im Feinschmecker

| Gastronomie Gastronomie

Ohne die Rankings und Restaurantführer sei ein großer Teil des Gourmet-Geschäfts nicht vorstellbar, schreibt die Wirtschaftswoche. Wie wichtig sie seien, erklärt der Redakteur unter anderem am Beispiel Baiersbronn und der Schwarzwaldstube. Denn nach dem Abgang von Harald Wohlfahrt übernahm Thorsten Michel zwar die Löffel – aber nicht die Bewertung im Feinschmecker. Für die Übergangsphase werde die Bewertung ausgesetzt, so die Erklärung der Redaktion. Als Begründung wurden laut Wiwo ein „zähes“ Stück Reh und ein „matschiges“ Krustentier genannt. 

Gastrokritiker Jürgen Dollase kann sich das aber nicht vorstellen: Es scheine schwer vorstellbar, dass sich die Küche derartige handwerkliche Fehler erlaube. Auf seinem Blog fragt Dollase, ob die Feinschmecker-Redaktion womöglich der geliebten Wohlfahrt-Küche nachtrauere und darüber möglicherweise die notwendige Objektivität verliere? Der Text der Autorin in unter „Wiederbesucht“ im Feinschmecker schreibe, weise überdies eklatante Schwächen und Ungenauigkeiten. Außerdem wirft Dollase dem Feinschmecker vor, dass Bei den aktuellen Bewertungen auffalle, dass die Redaktion mit der selbstbewusst auftretenden modernen Küche Berliner Prägung so ihre Schwierigkeiten habe: „Wie perfekt sollen moderne, einfallsreiche Gerichte mit einer ganzen Menge an guten Ideen eigentlich noch sein, bis ein Blatt wie der Feinschmecker einmal beherzt zu hohen oder Höchstnoten greift?“, fragt der Autor.

Die Betreiberfamilie Finkbeiner sieht die Sache laut Wiwo schon gelassener: Sie hätten die Erfahrung und die Geduld, Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern könne. Kein anderer Kritiker habe derart schlecht geurteilt. Da es aber in erster Linie um den guten Ruf gehe, seien die Ranglisten so wichtig.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle SumUp-Auswertung zum Jahresstart 2026 belegt eine steigende Besuchsfrequenz in der Gastronomie bei gleichzeitig sinkenden Durchschnittsausgaben. Während digitale Trinkgelder und Kartenzahlungen an Bedeutung gewinnen, zeigen sich die Gäste preisbewusst.

Das Gourmetrestaurant Juwel in Kirschau präsentiert zum 1. April ein überarbeitetes kulinarisches Konzept. Unter der Leitung von Hotelchefin Petra Schumann und Küchenchef Robert Hauptvogel setzt der Betrieb künftig verstärkt auf Nachhaltigkeit, regionale Produkte und eine reduzierte Präsentation.

Alkoholfrei ist kein kurzfristiger Trend mehr, sondern ein stabiler Umsatzbringer für die Gastronomie. Eine neue Umfrage zeigt, warum Gäste auf Alkohol verzichten und weshalb Gastronomen bei der Preisgestaltung und Qualität ihrer alkoholfreien Cocktails umdenken müssen, um nicht als Anbieter überteuerter Limonaden wahrgenommen zu werden.

Beim Sommelier-Cup 2026 des Deutschen Weininstituts in Mainz sicherte sich Anna-Katharina Lemke den Sieg. 23 Fachkräfte stellten in anspruchsvollen Blindverkostungen und theoretischen Prüfungen ihr Fachwissen über deutsche Weine unter Beweis.

Eine neue Studie untersucht das Phänomen der Zechprellerei im Vereinigten Königreich. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die demografische Verteilung, die häufigsten Beweggründe der Gäste sowie die anhaltende Problematik von No-Shows.

Die bekannte Food-Creatorin Saliha „Sally“ Özcan eröffnet im März 2026 ihr erstes Café im Europa-Park. Im isländischen Themenbereich erwartet die Besucher ein Angebot aus süßen und herzhaften Spezialitäten sowie rund 90 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich.

In der Küche muss es absolut hygienisch zugehen, sonst wird das Gesundheitsamt aufmerksam. Die Oberflächenreinigung der Küche und des Gastraums reicht aber nicht, um Ihren Gästen ein wirklich sympathisches Erlebnis zu bieten. Es gibt noch mehr Punkte und Ecken in jeder Gastronomie, die auf Ordnung und Hygiene angewiesen sind.

Das historische Traditionsgasthaus Schaumburger Hof in Bonn-Plittersdorf ist zahlungsunfähig. Nach über 270 Jahren Geschichte wurde der Betrieb im Januar 2026 eingestellt. Während die Löhne der Mitarbeiter vorerst gesichert sind, bleibt die Zukunft des geschichtsträchtigen Standortes am Rhein ungewiss.

Das Wiener Restaurant Spelunke sorgt mit dem 395 Euro teuren Schnitzel „Kaiser Franz“ für Gesprächsstoff. Die Kreation aus Wagyu-Filet, Blattgold und Kaviar richtet sich an ein internationales Luxuspublikum und lotet die Grenzen der traditionellen österreichischen Küche neu aus.

Mehr Freiheit für Berlins Gastronomen? Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey plant, die starre 22-Uhr-Regel für den Außenbereich zu kippen. Nach dem Vorbild Brandenburgs sollen Gäste künftig bis Mitternacht draußen bewirtet werden dürfen.