Halloween wird zum Umsatztreiber 

| Gastronomie Gastronomie

Halloween ist schon lange nicht mehr nur etwas für Kinder. Für viele Händler und Gastronomen entwickelt sich das Gruselfest zunehmend zum lukrativen Geschäft. Das zeigt eine aktuelle Datenanalyse von SumUp: Die erfassten Einnahmen, generiert durch bargeldlose Zahlungen, rund um den 29. bis einschließlich 31. Oktober legten in Deutschland von 2024 auf 2025 um 13,3 Prozent zu. Der durchschnittliche mit Karte gezahlte Betrag lag bei 27,37 Euro.

Besonders stark profitierte vor allem der Lebensmittelhandel: Hier nahmen die Einnahmen im Vergleich von 2024 zu 2025 um 31,3 Prozent zu. Auch Entertainment-Angebote profitierten mit einem Plus von 22,6 Prozent. Bars und Clubs verzeichneten einen Zuwachs von 19,7 Prozent. Ob sich der positive Trend auch in diesem Jahr fortsetzt, wird sich Ende Oktober zeigen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre deutet jedoch darauf hin, dass Halloween für Handel und Gastronomie ein wichtiger Termin bleiben könnte und Händler auch 2026 erneut profitieren werden.

So unterschiedlich feiern Deutschlands Städte

Ein Blick auf die Regionen zeigt, dass sich letztes Jahr in den Großstädten vor allem die Bars/Clubs über einen stärkeren Gästestrom freuen konnten. Volles Haus in Hamburg: Das Transaktionsvolumen bei Kartenzahlungen stieg zwischen dem 29. und 31. Oktober 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 42,7 Prozent. Die Zahl der Transaktionen legte sogar um 78 Prozent zu. Im Schnitt zahlten die Gäste 16,55 Euro pro Transaktion mit Karte.

In Berlin zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Einnahmen von Bars und Clubs legten rund um Halloween letztes Jahr um 40,1 Prozent zu. Durchschnittlich wurden pro Transaktion 16,92 Euro mit Karte gezahlt. Auch in Köln waren die Menschen letztes Jahr zu Halloween in Feierlaune: Dort legte das Transaktionsvolumen von Bars und Clubs um 23,1 Prozent zu, bei einem durchschnittlichen Bezahlbetrag von 18,87 Euro.

Abseits der Clubszene profitierte vor allem der Lebensmittelhandel vom Halloween-Geschäft. In Dortmund stiegen die Einnahmen über Kartenzahlungen 2025 rund um Halloween um 49,6 Prozent. Auch der durchschnittlicheWarenkorb legte kräftig zu und verdoppelte sich nahezu auf 25,78 Euro. In Düsseldorf haben sich die Halloweenfans letztes Jahr ebenfalls nicht zurückgehalten. Die Einnahmen im Lebensmittelbereich stiegen um 52,4 Prozent, die Transaktionen selbst nahmen um 47,5 Prozent zu.  

Auch in Essen entwickelt sich letztes Jahr Halloween zum Umsatztreiber. Gegenüber 2024 konnten sich Gewerbetreibende 2025 über 38,2 Prozent mehr Einnahmen per Kartenzahlung freuen. Die Zahl der durchschnittlichen Transaktionen stieg dabei um 66,1 Prozent, bei einem durchschnittlichen mit Karte gezahlten Betrag von 19,53 Euro. Doch nicht nur Lebensmittelhändler profitierten: Auch Cafés und Restaurants in Essen verzeichneten ein deutliches Plus. Ihre Einnahmen stiegen um 37,9 Prozent, die Zahl der Transaktionen sogar um 69,2 Prozent.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Am Leipziger Hauptbahnhof eröffnet mit Robyn’s das erste deutsche Robotik-Restaurant. Zwei Roboter bereiten Speisen und Getränke zu, ein Mitarbeiter bestückt die Zutatenmagazine und unterstützt die Gäste.

Im Mai 2027 feiert Starbucks 25 Jahre auf dem deutschen Markt. Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober blickt das Unternehmen bereits jetzt auf die Entwicklung seiner Kaffeehäuser und die Anpassung an deutsche Vorlieben zurück.

Der Steigenberger Icon Frankfurter Hof eröffnet das neue Gastronomie-Ensemble „Français Jour · Soir“. Tagsüber setzt das Konzept auf französische Bistro-Kultur, abends stehen private Veranstaltungen und Dinner im Mittelpunkt.

Mit Smashed Croissants, Abnehmspritzen und Snacks auf die Hand verändert sich unser Essverhalten. Was hinter dem Snacking-Boom steckt, erklärt die Food-Spezialistin und Trendforscherin Karin Tischer.

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.

Der erste Restaurant Impact Report von OpenTable untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Restaurants in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Ausgaben rund um Restaurantbesuche, Beschäftigung, Gemeinschaft und das Verhältnis zwischen Gästen und Betrieben.

Zwei-Sterne-Koch Paul Stradner plant im ersten Quartal 2027 sein erstes eigenes Restaurant im 1839 Malerhaus in Achern. Julian Schmid soll die Küche vor Ort gemeinsam mit ihm verantworten; seine Tätigkeit in der Villa René Lalique setzt Stradner fort.

Cornelia Poletto hat auf dem Euref-Campus Düsseldorf ihre neue Kochschule und Eventfläche im Rahmen des Food-Festivals Chefs in Town mit einer italienischen Küchenparty eröffnet. Unterstützung gab es dabei von Nelson Müller und Ludwig Maurer.

Teaser: McDonald’s plant bis 2036 rund 8,5 Milliarden Dollar Unterstützung für Franchisenehmer. Der Konzern prüft proteinreichere Gerichte und will Küchen, Technik und Restaurantgestaltung verändern.

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.