H&M eröffnet Café in Heidelberg und testet Maßbekleidung

| Gastronomie Gastronomie

Im Juni 2019 wird in der Heidelberger Filiale das deutschlandweit erste Instore-Café von H&M eröffnet. Das berichtet das Fachmagazin TextilWirtschaft. Auf einer Fläche von Quadratmetern im ersten Obergeschoss sollen neben Kaffeegetränken auch kalte Küche mit schwedischen Spezialitäten, Softdrinks, Snacks und Salaten aus der Region angeboten werden. Außerdem starten die Filialisten Ende April einen Test mit Maßbekleidung. Beide Pilot-Projekte kommen aus dem H&M Lab Deutschland, das als erste internationale Zweigstelle des Laboratory im H&M-Headquarter in Stockholm ab sofort regelmäßig bis zu vier Mal jährlich Innovationen auf dem deutschen Markt testet. 
 
Beim Deutschland-Start im Food-Bereich arbeiten die Filialisten mit dem Wiesbadener Unternehmensberater Hans Reitz zusammen, der mit seiner Agentur Circ bereits im Raum Frankfurt die Kaffeehauskette Perfect Day betreibt. Reitz verantwortet die Beschaffung des nachhaltig produzierten und fair gehandelten Kaffees von äthiopischen Plantagen, den Ladenbau aus recycelten Textilien und die Gestaltung der flexiblen Speisekarte mit saisonalen Spezialitäten aus einem Umkreis von 50 Kilometer rund um Heidelberg. Das Geschirr aus Kaffeesatz kommt vom Berliner Start-up Kaffeeform.
 
Auch beim Pilotprojekt Maßhemden  kooperiert H&M mit einem Start-up aus der Hauptstadt. ZyseMe hat eine Technologie entwickelt, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz nach acht Fragen an den Konsumenten passgenaue Schnitte erstellen soll. Von Ende April bis Mitte Mai können ausgewählte H&M-Club-Kunden im Web-Shop den neuen Service testen. Die Hemden werden von einem H&M-Produzenten in der Türkei innerhalb von drei Wochen genäht und während der Pilotphase kostenlos verschickt. „Damit testen wir erstmals eine On-Demand-Produktion. Denn wir sehen in der Personalisierung einen Trend der Zukunft“, erklärt Oliver Lange, Leiter des H&M Lab Deutschland. Wenn der Test gut läuft, könne der Service, dessen Kosten maximal 30 Prozent über dem normalen Preis liegen sollen, relativ schnell ausgerollt werden.
 
Laut Lange kann auch das Café-Konzept nach einer erfolgreichen Testphase zügig in andere Filialen implementiert werden. Im Schweden betreibt H&M bereits drei Cafés mit dem Namen It‘s Pleat. Im H&M-Flaggschiff in Barcelona gibt es zudem von den Machern des Healthy-Flexitarian-Restaurants Flax&Kale ein Gastro-Konzept.
 
Das H&M Lab Deutschland ist das erste Forschungslabor der Filialisten außerhalb des Heimatlandes Schweden. Vorbild ist das Laboratory in Stockholm, wo ein Team von 14 Leuten an der Zukunft des Handels forscht. Oliver Lange, der mit Unterstützung des Human Resources-Ressorts und des Berliner H&M-Starting House arbeitet, soll neben den vier eigenen Piloten jährlich auch Innovationen aus Stockholm in deutschen Filialen testen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.