Investoren verklagen Krispy Kreme wegen Verzögerung der McDonald's-Partnerschaft

| Gastronomie Gastronomie

Krispy Kreme sieht sich mit einer Sammelklage von Investoren konfrontiert, die behaupten, das Unternehmen habe wesentliche Informationen über die Rentabilität seiner Partnerschaft mit McDonald's verschwiegen. Die Klage wurde eingereicht, nachdem Krispy Kreme im Mai 2025 bekannt gab, die geplante US-weite Einführung seiner Donuts in McDonald's-Filialen vorübergehend zu pausieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Krispy Kreme und McDonald's begann im Oktober 2022 mit einem Testlauf in Kentucky. Obwohl das Unternehmen in seinen Quartalsberichten positive Aussagen über die Partnerschaft machte, behaupten die Kläger, dass Krispy Kreme rückläufige Verkaufszahlen und mangelnde Rentabilität nicht offenlegte. Diese angeblichen Versäumnisse führten zu einem Kurssturz der Aktie um über 24 % am 8. Mai 2025, dem Tag der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse. 

Infolge der enttäuschenden Geschäftszahlen, darunter ein Umsatzrückgang von 15 % und ein Anstieg des Nettoverlusts auf 33,4 Millionen US-Dollar, zog Krispy Kreme seine Jahresprognose zurück und setzte die Dividendenausschüttung aus. Das Unternehmen erklärte, die Pause der McDonald's-Einführung diene dazu, ein profitables Geschäftsmodell für beide Parteien zu entwickeln.

Trotz der aktuellen Herausforderungen betonte CEO Josh Charlesworth die langfristigen Wachstumschancen durch die Partnerschaft mit McDonald's. Er erklärte, dass Anpassungen vorgenommen würden, um die Verfügbarkeit und Präsentation der Donuts in den bestehenden Filialen zu verbessern und die Rentabilität zu steigern. 

Krispy Kreme lehnte eine Stellungnahme zu der anhängigen Klage ab.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Fast-Casual-Konzept Ciao Bella eröffnet am 2. April eine neue Filiale im Iller Center im bayerischen Senden. Das Angebot konzentriert sich auf Pizza- und Pasta-Spezialitäten. Ergänzt wird die Karte durch italienische Gerichte sowie eine Auswahl an Getränken und Aperitifs.

Die 29. Ausgabe des Großen Restaurant & Hotel Guides 2026 benennt die führenden Köche und Betriebe im deutschsprachigen Raum. Neben Martin Stopp als Koch des Jahres werden zahlreiche Aufsteiger und Newcomer wie Jens Madsen oder Daniel Wallenstein ausgezeichnet.

Restaurantkritiker Jürgen Dollase beschreibt strukturelle Schwächen in der deutschen Spitzengastronomie. Seine Analyse umfasst Handwerk, Menügestaltung und Produktumgang.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie (DHA) erweitert ihr Weiterbildungsangebot und startet im Juni 2026 den neuen berufsbegleitenden Lehrgang Certified Bartender. Die Ausbildung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Initiatoren des Bar Symposium Cologne (BSC) entwickelt und richtet sich an angehende sowie erfahrene Bar- und Servicekräfte, die ihre Professionalisierung auf das nächste Level bringen möchten.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Gastronomen den Druck zur Preissenkung überschätzen. Fast die Hälfte der Gäste zeigt Verständnis für stabile Preise trotz der gesenkten Umsatzsteuer.

Der Lieferdienst-Konzern Delivery Hero verkauft sein Essensliefergeschäft Foodpanda in Taiwan für 600 Millionen US-Dollar. Das Berliner Unternehmen betreibt Lieferdienste in 65 Ländern in Asien, Europa, Südamerika und Afrika.

Die Gastronomiemarke O’Learys plant den Eintritt in den deutschen Markt. Das geht aus Informationen des Beratungsunternehmens Franchise Focus hervor, das nach eigenen Angaben auf Gastronomie-Franchises spezialisiert ist.

Christian Scharrer hat das Restaurant Verbena im Waldhotel by Bürgenstock – Teil des Bürgenstock Resort Lake Lucerne eröffnet. Mit seiner Ehefrau Nathalie Scharrer, die als Restaurant- & In-Room-Dining-Managerin verantwortlich zeichnet, bildet er ein eingespieltes Führungsduo.

Das Restaurant Somssi by Jihun Kim im Hotel Mandarin Oriental Mayfair in London hat den Betrieb eingestellt. Die Schließung erfolgte lediglich fünf Wochen, nachdem das Restaurant mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden war.

Mehr als 2.900 Betriebe gingen 2025 pleite – so viele wie seit über einem Jahrzehnt nicht. Steigende Kosten, sinkende Nachfrage und verändertes Konsumverhalten setzen Restaurants und Bars massiv unter Druck. Seit 2020 mussten mehr als 11.000 Betriebe aufgeben.