Kein Betreiber gefunden? - Özdemir schließt Mitarbeiterkantine

| Gastronomie Gastronomie

Schon seit Monaten sucht Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) einen neuen Betreiber für die Kantine seines Ministeriums. Dabei hatte er ganz konkrete Vorstellungen, wie die 350 Beschäftigten verpflegt werden sollen. (Tageskarte berichtete) Offenbar zu konkret, denn die Kantine wird nun geschlossen. Angeblich, weil sich kein geeigneter Betreiber gefunden hat.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll die Küche in der Kantine bereits seit sechs Wochen kalt sein. Die Mitarbeiter von Özdemirs Ministerium müssen seitdem auf die Kantine im nahegelegenen Bundesarbeitsministerium ausweichen. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte auf Anfrage der „Bild“-Zeitung, dass die Küche seit dem 1. Juli geschlossen ist. Grund sei aber nicht die erfolglose Suche nach einem passenden Koch. Stattdessen sei die Nachfrage der Beschäftigten zu gering. Diese nutzten die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten intensiv. „Entsprechend sinken auch die erwarteten Umsätze am Standort Berlin“, so die Sprecherin gegenüber der Zeitung.

Die Opposition reagiert mit Spott auf diese Entwicklung. CDU-Fraktionsvize Steffen Bilger bezeichnete es gegenüber Bild als „peinlich“, dass ein Minister für Ernährung, die eigenen Leute nicht ernähren könne. „Es ist ein politisches Armutszeugnis, dass Bundesernährungsminister Özdemir die Ernährung seiner Beschäftigten im eigenen Ministerium nicht sicherstellen kann“, wird der ernährungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Albert Stegemann, in der Bild zitiert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.