Klage gegen McDonald’s: Täuschungsvorwurf beim McRib

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In den USA sieht sich McDonald’s mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Vier Kunden haben kurz vor Weihnachten bei einem Gericht im Bundesstaat Illinois Klage eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, Verbraucher durch die Vermarktung des „McRib“-Burgers über die tatsächliche Beschaffenheit des verwendeten Fleisches zu täuschen.

Vorwurf der irreführenden Bezeichnung

Die Kläger argumentieren, dass der Name „McRib“ eine bewusste Täuschung darstelle. Durch die Bezeichnung „Rippchen“ (engl. ribs) in Kombination mit der charakteristischen Form des Pattys werde suggeriert, dass es sich um hochwertiges Fleisch von Schweinerippchen handele. Dieses gelte im Vergleich zu anderen Teilstücken als Premiumprodukt.

Tatsächlich bestehe das Fleisch nach Ansicht der Kläger unter anderem aus Schweineschulter. Sie geben an, das Produkt nicht gekauft zu haben, wenn ihnen bekannt gewesen wäre, dass kein echtes Rippenfleisch enthalten ist. Mit einem Preis von teilweise 7,89 US-Dollar (ca. 6,75 Euro) sei das Produkt zudem für die gelieferte Qualität zu teuer bepreist.

Kritik an Marketingstrategie und Verkaufspsychologie

Ein weiterer zentraler Punkt der Klageschrift betrifft die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit des Burgers. Die Strategie, den McRib nur in regelmäßigen Abständen anzubieten, erzeuge ein künstliches Gefühl der Dringlichkeit. Dies halte die Konsumenten davon ab, die Zutatenliste vor dem Kauf kritisch zu prüfen. Laut den Klägern hätten die „irreführenden Auslassungen und das irreführende Marketing“ zu Schäden in Millionenhöhe geführt. Die Klage zielt auf Schadensersatz, Rückerstattung sowie einen Unterlassungsanspruch gegen die Werbepraktiken ab.

Stellungnahme von McDonald’s

Der Konzern weist die Vorwürfe zurück und betont die Einhaltung hoher Qualitätsstandards. In einer offiziellen Erklärung heißt es: „Unser bei den Fans beliebtes McRib-Sandwich wird zu 100 Prozent aus Schweinefleisch hergestellt, das von Landwirten und Lieferanten aus den gesamten USA stammt. Wir sind seit jeher transparent in Bezug auf unsere Zutaten, damit unsere Gäste die für sie richtige Wahl treffen können.“

Das Unternehmen bezeichnet das Patty als „gewürztes Schweinefleisch ohne Knochen“. Die Kläger streben nun eine Sammelklage an, um alle US-Kunden zu vertreten, die den McRib in den vergangenen Jahren erworben haben.


 

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