Nach Pop-up-Restaurant: Bernhard Reiser übernimmt Zehnthof in Franken

| Gastronomie Gastronomie

Der Zehnthof im fränkischen Nordheim bekommt vier Jahre nach der Schließung einen neuen Pächter. Sternekoch Bernhard Reiser übernimmt den alten Gasthof und will dort künftig tagesaktuelle, fränkische Küche anbieten. Seinen Stammsitz in Würzburg will er weiterhin betreiben. Das neue Restaurant sieht er als die perfekte Ergänzung zu „unserer bestehenden Unternehmenskonzepte und der Art, wie wir kochen“, erklärt Reiser in einer Pressemitteilung.

Bereits im letzten Jahr hat der Sternekoch die Gaststätte zum Pop-up-Restaurant umgebaut. Eigentlich nur vorübergehend, doch sein Angebot wurde „Bombe angenommen“. Daher will Reiser nun dauerhaft in Nordheim bleiben. Zum einen, weil der Zehnthof ein Schmuckstück sei, der sehr gut zu seinem Sternerestaurant am Würzburger Stein und der Genussmanufaktur im Mainfrankenpark passe. „Außerdem kann ich damit meinen 60 Mitarbeitern und vor allem den Auszubildenden viel Abwechslung und eine langfristige Perspektive bieten“, so der Sternekoch.

Aktuell laufen die Umbauarbeiten in der alten Gaststätte, in der es künftig auch Räume für Familienfeiern, Meetings oder Tagungen geben soll. Reiser hofft, dass er an Ostern eröffnen kann.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.

Döner ist in den vergangenen Jahren überall deutlich teurer geworden. Die Kunden hat das nicht abgeschreckt. Und insbesondere in Berlin zeichnet sich mancherorts bei den Preisen eine Trendwende ab.

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent führt zu stabilen Preisen in der Gastronomie. Aktuelle Daten zeigen, dass Betriebe die Entlastung vor allem nutzen, um gestiegene Kosten abzufedern. Knapp Dreiviertel der untersuchten Gastronomiebetriebe haben, laut einer Studie, ihre Preise, nach der Steueränderung, unverändert gelassen.

In einer Branche, die sich aktuell zwischen regulatorischen „Knüppeln in den Speichen“ und einer schleichenden „Dienstleistungs-Apathie“ aufreibt, ist eine klare Stimme seltener denn je. Wer den Newsletter der Frankfurter Mook Group abonniert, bekommt jedoch genau das: Eine regelmäßige Dosis intellektuelles Gastro-Adrenalin, serviert auf einem Bett aus radikaler Transparenz und kompromissloser Ästhetik.