Neues Projekt - Wie das Gastgewerbe in Frankfurt Arbeitssuchende schult

| Gastronomie Gastronomie

Im Kampf gegen Personalmangel setzen Gastronomie und Hotellerie in Frankfurt auf ein neues Projekt mit speziellen Schulungen für Arbeitssuchende. Geplant sind zwei- bis dreimonatige Kurse, die zunächst in Frankfurt und später in ganz Hessen angeboten werden sollen, teilte unter anderem der Hotel- und Gastronomieverband (Dehoga) in Frankfurt mit. 

Es gebe unbesetzte Stellen, für die eine kurzweilige Qualifikation eine gute Einstiegsmaßnahme sei, erklärte Robert Mangold vom Dehoga Frankfurt. Als Beispiele nannte er Tätigkeiten in der Küche, im Service und im Housekeeping. Für diese Bereiche seien spezielle Schulungsprogramme zusammengestellt worden. 

Es gehe um einen niedrigschwelligen Zugang zur Branche, erklärte Mangold. Vermittelt würden auch berufsspezifische Deutschkenntnisse sowie Inhalte zur gesellschaftlichen Integration. Auch ein Praktikum gehöre dazu. 

Finanzierung über Bildungsgutscheine

Das Projekt mit dem Titel «Kick Start» hat Asylbewerberinnen und -bewerber, Langzeitarbeitslose und Ungelernte im Blick. Die Akquise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernehmen die Agentur für Arbeit Frankfurt und das Jobcenter Frankfurt. Die Finanzierung läuft den Angaben zufolge über Bildungsgutscheine. Die Chancen stünden sehr gut, direkt in eine Anstellung übernommen zu werden, erklärte Björn Krienke von der Agentur für Arbeit. Betriebe, die Teilnehmer sozialversicherungspflichtig einstellten, könnten einen Eingliederungszuschuss erhalten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Guide Michelin ersetzt den bisherigen Grünen Stern durch das neue weltweite Konzept „Mindful Voices“. Das Programm startet am 1. Juni 2026 in Kopenhagen und wird neben der Gastronomie auch die Hotellerie und den Weinbau umfassen.

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.