Nobelhart & Schmutzig: „Trennung nach Geschlechtern bei Toiletten nicht zeitgemäß“

| Gastronomie Gastronomie

Für manche sei es nur ein Kloschild. Doch verberge sich dahinter so viel mehr: Die Hartnäckigkeit einer bestehenden Gesellschaftsordnung, die vielen nicht gerecht werde. Und die es in Frage zu stellen gelte, so das Berliner Gourmetrestaurant Nobelhart & Schmutzig.

Bislang hing auch in dem Kreuzberger Sternerestaurant noch das traditionelle Toilettenschild. „Wir finden die Geschlechtertrennung bei Toiletten weder zeitgemäß noch notwendig. Schon gar nicht in Berlin, einem Zentrum der LGBTQI-Kultur. Trotzdem sieht auch hier Paragraph 4 der Gaststättenverordnung nach “Herren” und “Damen” getrennte Toiletten weiterhin vor“. 
 

Deshalb hätten sie nun ihr altes Schild abmontiert und beschildern ihr stilles Örtchen ab sofort nach der Funktion. Um dies zu symbolisieren, hätten sie sich an der Bildsprache alter Kassettendecks orientiert: „Rewind“ stehe dafür, den Abend noch mal Revue passieren zu lassen. Die „Pause“ solle einen Rückzugsraum darstellen, in dem man sich „Zeit für sich selbst nimmt und mal so richtig einen abseilt“, wie es das Restaurant formuliert. „Fast Forward“ stehe fürs Energietanken, um danach noch einmal richtig loszulegen. Und mit „Play“ sei gemeint, spielerische Momente auszuleben. Dafür stünden Kondome bereit. 

Um nach dem Betreten des Waschraums die richtige Toilette zu wählen, hätten sie sich ebenfalls an der jeweiligen Funktionalität orientiert.  Auf die Gäste wartet nun eine Toilette, an deren Tür “sitzen” steht, sowie eine Tür mit “sitzen +” – das Pluszeichen steht hierbei sowohl für die Größe des Raums, als auch für die Barrierefreiheit. Die ehemalige Herrentoilette ist nun beschildert mit “sitzen” und “stehen”.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.