Nobelhart & Schmutzig: „Trennung nach Geschlechtern bei Toiletten nicht zeitgemäß“

| Gastronomie Gastronomie

Für manche sei es nur ein Kloschild. Doch verberge sich dahinter so viel mehr: Die Hartnäckigkeit einer bestehenden Gesellschaftsordnung, die vielen nicht gerecht werde. Und die es in Frage zu stellen gelte, so das Berliner Gourmetrestaurant Nobelhart & Schmutzig.

Bislang hing auch in dem Kreuzberger Sternerestaurant noch das traditionelle Toilettenschild. „Wir finden die Geschlechtertrennung bei Toiletten weder zeitgemäß noch notwendig. Schon gar nicht in Berlin, einem Zentrum der LGBTQI-Kultur. Trotzdem sieht auch hier Paragraph 4 der Gaststättenverordnung nach “Herren” und “Damen” getrennte Toiletten weiterhin vor“. 
 

Deshalb hätten sie nun ihr altes Schild abmontiert und beschildern ihr stilles Örtchen ab sofort nach der Funktion. Um dies zu symbolisieren, hätten sie sich an der Bildsprache alter Kassettendecks orientiert: „Rewind“ stehe dafür, den Abend noch mal Revue passieren zu lassen. Die „Pause“ solle einen Rückzugsraum darstellen, in dem man sich „Zeit für sich selbst nimmt und mal so richtig einen abseilt“, wie es das Restaurant formuliert. „Fast Forward“ stehe fürs Energietanken, um danach noch einmal richtig loszulegen. Und mit „Play“ sei gemeint, spielerische Momente auszuleben. Dafür stünden Kondome bereit. 

Um nach dem Betreten des Waschraums die richtige Toilette zu wählen, hätten sie sich ebenfalls an der jeweiligen Funktionalität orientiert.  Auf die Gäste wartet nun eine Toilette, an deren Tür “sitzen” steht, sowie eine Tür mit “sitzen +” – das Pluszeichen steht hierbei sowohl für die Größe des Raums, als auch für die Barrierefreiheit. Die ehemalige Herrentoilette ist nun beschildert mit “sitzen” und “stehen”.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.