Sausalitos schließt Großteil der Standorte: Investorensuche geht weiter 

| Gastronomie Gastronomie

Die insolvente Restaurantkette Sausalitos hat seit der Anmeldung des Insolvenzverfahrens im März 2025 (Tageskarte berichtete) einen erheblichen Teil ihrer Filialen geschlossen. Von ursprünglich über 40 Standorten sind nach jüngsten Angaben nur noch 16 unternehmenseigene Restaurants sowie zwei von Franchise-Nehmern übrig.

Die Schließungswelle betrifft zahlreiche Großstädte, darunter Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Braunschweig, Essen, Karlsruhe, Landshut, Wolfsburg und Wuppertal. Die Informationen über die Schließungen wurden häufig über die Social-Media-Kanäle der jeweiligen Filialen verbreitet.

Insolvenzverwalter Michael Schuster erklärte gegenüber der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung", dass unrentable Geschäfte im Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht fortgeführt werden können. Neben rückläufigen Umsätzen und dem Ausbleiben einer erfolgreichen Investorensuche werden auch die Nachwirkungen der Corona-Lockdowns, anhaltende Inflation und gestiegene Energiekosten als Hauptursachen für die finanzielle Schieflage des 1994 gegründeten Unternehmens genannt.

Die texanisch-mexikanische Restaurantkette, bekannt für ihre Speisen und Cocktails, beschäftigte vor der Insolvenz rund 1.000 Mitarbeiter. Die Bemühungen, Investoren für das Systemgastronomie-Konzept zu finden, blieben bislang erfolglos. Weitere Schließungen werden in Kürze erwartet, darunter der Standort Dortmund Ende Juli.

Diese Sausalitos-Filialen haben geschlossen

Berlin Fasanenstraße

Berlin Uber Platz

Köln Hohenzollernring

Köln Heumarkt

Hamburg Bergedorf

Hamburg Chilehaus

Hannover Lister Meile

Hannover Osterstraße

Düsseldorf Bolkerstraße

Braunschweig

Essen

Krefeld

Karlsruhe

Landshut

Wolfsburg

Braunschweig

Stuttgart Marienstraße

Wuppertal

Diese Sausalitos-Restaurants gibt es noch

Sausalitos listet auf der Internetseite am Montag (15. Juli) noch 16 aktive Standorte auf:

Stuttgart

Saarbrücken

Regensburg

Nürnberg

Mannheim

Mainz

Heilbronn

Göttingen

Dortmund (schließt Ende Juli)

Darmstadt

Bochum

Bonn

Augsburg

München Pasing

München Sonnenstraße

München Tal


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.