Schärfere Regeln für britische Gastronomie: Trinkgeld muss beim Personal landen

| Gastronomie Gastronomie

Trinkgeld soll in Großbritannien künftig ohne Ausnahmen dem Personal zugute kommen. Die britische Regierung will nach eigenen Angaben Pläne verschärfen, die es Gastronomen verbieten sollen, die «Tips» einzubehalten.

«Unsere Pläne werden absichern, dass das Trinkgeld an diejenigen geht, die dafür gearbeitet haben», sagte der für den Arbeitsmarkt zuständige Staatssekretär Paul Scully einer Mitteilung vom Freitag zufolge. Viele Beschäftigte in der Gastronomie seien darauf angewiesen, diese zusätzlichen Beträge zu ihrem Lohn zu erhalten. Bei Verstößen sollen Strafen drohen oder die Pflicht, Entschädigungszahlungen zu leisten.

Die Regierung bezieht sich in ihrer Mitteilung auf Forschungsergebnisse, denen zufolge viele Betriebe einen Service-Betrag, den sie automatisiert auf die Rechnung ihrer Kunden erheben, ganz oder teilweise einbehalten.

In Großbritannien wird in manchen Restaurants oder Pubs eine automatische Service-Gebühr anstelle von freiwilligem Trinkgeld berechnet. Auch die zunehmende Bezahlung mit Karte gebe den Betrieben mehr Möglichkeiten, das Geld unauffällig einzubehalten, anstatt es mit dem Service-Personal zu teilen, hieß es. Künftig soll dies illegal sein. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vertreter aus Politik und Gesellschaft diskutierten beim "Burger Dialog" in einem Berliner McDonald's Restaurant über die Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement von rund 27 Millionen Menschen in Deutschland.

60 Seconds to Napoli eröffnet im Juli ihren zweiten Standort in München. Wie die Gustoso Gruppe mitteilt, entsteht das neue Restaurant in der Hohenzollernstraße 11 in Schwabing, wo zuvor ein Betrieb der Marke Cotidiano ansässig war. 

Die Unternehmensgruppe Lerch Genusswelten hat das Restaurant und die Eventlocation „Die Villa“ in Biberach eröffnet. Das Gebäude aus dem Jahr 1915 wurde in den vergangenen Monaten saniert und für die gastronomische Nutzung umgebaut.

«In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh'n, in der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh'n.» So lautet der Refrain eines DDR-Schlagers von 1969. Für das legendäre Lokal gibt es nun ein Comeback.

Die niederländische Gastronomiemarke Zusje plant einen zweiten Standort in Deutschland. Wie das Unternehmen mitteilt, soll das neue Restaurant Ende Juli 2026 im Andreas Quartier in Düsseldorf eröffnen. Der Standort befindet sich an der Mühlenstraße 32 in der Düsseldorfer Altstadt.

Der Gründer der Bewegung Slow Food, Carlo Petrini, ist tot. Wie die Organisation Slow Food mitteilte, starb Petrini am 22. Mai 2026 im italienischen Bra im Alter von 76 Jahren.

Der französische Sternekoch Guy Savoy ist als erstes Mitglied aus der Gastronomie in die Académie des Beaux-Arts aufgenommen worden. Mit der Aufnahme des 72-Jährigen gehört erstmals ein Koch der traditionsreichen französischen Kunstakademie an.

Balthasar Ress und die Kuffler Gruppe betreiben jetzt gemeinsam die Ress & Rosso Weinlounge am Opernplatz in Frankfurt am Main. Das Angebot befindet sich direkt vor der Fassade der Alten Oper, gegenüber dem Eingang des Café Rosso.

Fahrdienstleister Uber ist an einer Komplettübernahme des Essenslieferdienstes Delivery Hero interessiert. Das Unternehmen bestätigte ein Interesse durch den US-Konzern, der bereits ein Fünftel der Anteile hält und Zugriff auf weitere Aktien hat.

Musik vom Plattenteller, wohlige Atmosphäre, entspannter Hörgenuss. Immer mehr Listening-Bars öffnen, scheinen einen Nerv zu treffen. Draußen «ballert der Alltag», drinnen kommt man gemeinsam runter.