Severin*s – The Alpine Retreat: Marius Pieper setzt auf alpine Identität

| Gastronomie Gastronomie

Das Gourmetrestaurant im Severin*s – The Alpine Retreat in Lech am Arlberg präsentiert mit Marius Pieper eine neue kulinarische Ausrichtung. Der 30-jährige Küchenchef fokussiert sich auf eine Kombination aus regionaler Verwurzelung und internationaler Küchentechnik.

Fokus auf Produktqualität und Regionalität

Marius Pieper verfolgt einen Ansatz, der auf Präzision und kompromissloser Qualität basiert. Die Identität seiner Küche wird maßgeblich durch die enge Zusammenarbeit mit handverlesenen Produzenten aus der Umgebung geprägt. Fleisch, Fisch und Gemüse stammen überwiegend aus der Region, um den Bezug zum Standort zu wahren. Laut Pieper würde ein rein internationaler Einkauf dem Haus die Seele nehmen. Seine Menüs werden über Wochen hinweg entwickelt, wobei der Anspruch besteht, bereits mit dem ersten Löffel eine hohe Geschmacksdichte zu erreichen.
 

Ganzheitliche Verarbeitung und internationale Einflüsse

Ein zentraler Bestandteil der Küchenphilosophie ist die ganzheitliche Verwertung von Lebensmitteln. Unter dem Leitgedanken „Beets to the Roots“ nutzt Pieper Produkte in verschiedenen Texturen und Verarbeitungsstufen. So wird beispielsweise eine rote Bete im Salzteig gegart sowie als Sorbet, Sud und Macaron interpretiert. Dabei kommen Techniken wie Fermentation und Reduktion zum Einsatz, um geschmackliche Fülle zu generieren.

Obwohl die Basis regional ist, integriert der Küchenchef gezielt internationale Akzente. Hierbei finden klassische französische Techniken ebenso Anwendung wie asiatische Aromen. Ein Beispiel hierfür ist eine Beurre Blanc, die mit Zitronengras, Galangal, Kokos und Paprika zubereitet wird, um Leichtigkeit und Intensität zu verbinden.

Exklusivität und Auszeichnungen am Arlberg

Das Severin*s – The Alpine Retreat wird von Hotelier Paul Gründemann geleitet. Das 2016 eröffnete Chalet-Hotel umfasst neun Suiten sowie eine 423 Quadratmeter große „Residence“. Das Haus ist Mitglied der Vereinigung „Small Luxury Hotels of the World“ und wurde im Oktober 2025 mit zwei Michelin-Schlüsseln ausgezeichnet. Neben der kulinarischen Neuausrichtung setzt das Hotel auf einen engen Dialog mit dem Gast und einen individuellen Service im gehobenen Segment.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.

Frittenwerk hat sein 50. Restaurant in Deutschland eröffnet. Der neue Standort im Halle Leipzig The Style Outlets bietet rund 80 Sitzplätze und schafft etwa 20 Arbeitsplätze.

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus.

Das Regensburger Restaurant Storstad stellt seine kulinarische Führung neu auf. Mit Simone Kubitzek und Hella Eggers übernimmt eine Doppelspitze das Kommando in der Küche.

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das Burger nach Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährwert optimiert. Im Blindtest schnitten einzelne KI-Burger ähnlich gut oder besser ab als ein Big Mac. Ein öffentlich zugängliches Online-Werkzeug steht nun zur Verfügung, das personalisierte Burger-Rezepte erstellen kann.

Die Getränkebestellungen in der Gastronomie verändern sich. Während Kaffee und Bier ihre Spitzenpositionen behaupten, gewinnen Matcha, neue Spritz-Varianten und Premium-Getränke nach einer Auswertung von orderbird an Bedeutung.

Die britische Restaurantkette Loungers erwägt den Schritt auf den deutschen Markt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 die Suche nach einem ersten Standort.

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Preisträger der diesjährigen Branchenpreise Goldener Schani und Goldene Jetti bekannt gegeben. Mit diesen Auszeichnungen werden Betriebe gewürdigt, die durch ihre Außenbereiche oder Freizeitkonzepte zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Nach einem juristischen Krimi läuft nun der Oktoberfest-Aufbau. Wie auf Münchens größter Baustelle die Wiesn-Mini-Stadt wird – und was München-Besucher wissen müssen.