Sodexo-Studie gibt Einblicke ins Essverhalten

| Gastronomie Gastronomie

Der Geschmack ist für die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland der entscheidende Faktor bei der Auswahl ihrer Mahlzeiten. Nach Auswertung einer Online-Befragung im Auftrag von Sodexo bewerteten 63 Prozent der Befragten diesen Aspekt als am wichtigsten.

Für die Erhebung wurden im Zeitraum vom 21. April 2026 bis zum 26. April 2026 insgesamt 1009 Arbeitnehmende in Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen regionale Unterschiede sowie Differenzen bezüglich des Alters, des Einkommens und des Bildungsabschlusses der Befragten auf.

Beschäftigte reagieren preissensitiv 

Hinter dem Geschmack folgt das Kriterium Gesundheit mit 45 Prozent auf dem zweiten Platz der Prioritätenliste. Der Faktor Preis beeinflusst bei 42 Prozent der Studienteilnehmer die Essenswahl, wobei die finanzielle Komponente insbesondere in Haushalten mit niedrigerem Einkommen eine hohe Bedeutung besitzt.

Die Auswertung verdeutlicht eine gestiegene Preissensitivität der Arbeitnehmer im Vergleich zu den Vorjahren. Während im Jahr 2024 noch 80 Prozent der Befragten einen Maximalpreis von 6,99 Euro für ein Mittagessen im Betriebsrestaurant akzeptierten, sank dieser Anteil in der aktuellen Erhebung auf 78 Prozent.

Mittagessen als wichtiger Tagesanker

Das individuelle Budget führt dazu, dass 31 Prozent der Umfrageteilnehmer die Verpflegungsangebote am Arbeitsplatz aufgrund der Kostenstruktur nicht nutzen. Für 41 Prozent der Beschäftigten besitzt das Mittagessen im Arbeitsalltag eine hohe Relevanz, wohingegen 32 Prozent ihm weniger Bedeutung beimessen.

Bei den statistischen Details der Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Mehr als die Hälfte der jüngeren Erwerbstätigen im Alter von 18 bis 34 Jahren, genauer gesagt 52 Prozent, begreift das Mittagessen als wichtigen Tagesanker.

Bildung und Einkommen beeinflussen Auswahl

Die Bedeutung der Pausenverpflegung nimmt laut der Mitteilung mit steigendem Bildungsabschluss der Erwerbstätigen zu. Das Thema Nachhaltigkeit bildet mit einem Wert von rund zehn Prozent das Schlusslicht bei den Entscheidungskriterien für die tägliche Ernährung.

Obwohl 33 Prozent der Befragten angaben, den Konsum von Fertigprodukten im vergangenen Jahr reduziert zu haben, spielen diese Erzeugnisse weiterhin eine Rolle. Bei bewussten Genussmomenten greifen 35 Prozent zu Gerichten wie Tiefkühlpizza, Pommes oder salzigen Snacks, während 22 Prozent Süßwaren oder Desserts wählen.

Profile für unterschiedliches Konsumverhalten

Auf Basis der Ergebnisse identifizierte Sodexo vier Profile für das Essverhalten. Der urbane Genussmaximierer ist überdurchschnittlich jung, meist unter 40 Jahre alt, häufig männlich, lebt allein in städtischen Räumen und nutzt Essen als emotionalen Ausgleich.

Die preisgetriebene Pragmatikerin befindet sich meist im Alter zwischen 30 und 55 Jahren, verfügt über ein niedrigeres Einkommen und lebt tendenziell in ländlichen Regionen. Für diesen Personentyp stellt der Preis den dominierenden Faktor dar, weshalb Angebote in der Betriebsgastronomie bei zu hohen Kosten gemieden werden.

Die gesundheitsorientierte Selbstoptimiererin besitzt einen höheren Bildungsabschluss sowie ein mittleres bis höheres Einkommen und lebt vorwiegend in urbanen Räumen. Sie zeichnet sich durch einen überdurchschnittlich hohen Konsum von Gemüse und Obst aus und reduziert den Verzehr von Fleisch und verarbeiteten Produkten.

Der routinierte Gewohnheitsesser ist mehrheitlich über 50 Jahre alt, oft männlich und in ländlichen Regionen in festen Haushaltsstrukturen ansässig. Seine Essgewohnheiten gelten als stabil, er probiert selten neue Gerichte aus und steht pflanzlichen Alternativen skeptisch gegenüber.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.