Spanien beschließt Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung

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Spanien ist berühmt für seine ausschweifende Esskultur und hohe Restaurantdichte. Das Problem: Jede Woche landen tonnenweise Lebensmittel von den Tellern der Gäste im Müll. Eine Verschwendung, die die spanische Regierung nicht mehr hinnehmen will. Ein Gesetz soll nun Abhilfe schaffen.

Das neue Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung soll Gastronomen und Kellner in die Pflicht nehmen, Gästen das Mitnehmen von Resten kostenlos zu ermöglich. Hinweise müssen im Restaurant selbst oder auf den Speisekarten ersichtlich sein. Außerdem müssen für die Gäste biologisch abbaubare Verpackungen zur Verfügung stehen, um den Plastikmüll einzudämmen.

Das Gesetz richtet sich aber nicht nur an die Gastronomie, sondern auch an Lebensmittelfabrikanten und Supermärkte. Auch sie dürfen unverkäufliche Produkte nicht mehr wegschmeißen. Stattdessen müssen sie an Lebensmittelbanken verteilt werden.

„Dieses Gesetz will in der gesamten Kette der Lebensmittelverarbeitung vorbildliche Praktiken einführen, um Verschwendung zu vermeiden“, heißt es laut Tagesspiegel in der Begründung des Ernährungsministers Luis Planas, der das Gesetz auf den Weg brachte. Unterstützung bekommt er vom spanischen Konsumentenverband OCU. „Es muss völlig normal sein, die Essensreste zu verwerten, und es muss zur Ausnahme gehören, dass wir sie wegwerfen“, so die Verbraucherschützer.

Auf Mallorca wird ein ähnliches Gesetz schon seit acht Monaten praktiziert. Nach anfänglicher Skepsis soll sich der neue Service als wirkungsvolle Werbung erwiesen haben.

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