Starbucks strafft Filialnetz und streicht 900 Stellen in den USA

| Gastronomie Gastronomie

Starbucks-CEO Brian Niccol hat umfassende strategische Anpassungen in Nordamerika angekündigt. Unter dem Motto „Back to Starbucks“ setzt der Konzern auf eine Fokussierung des Filialportfolios, Investitionen ins Kundenerlebnis – und einen deutlichen Stellenabbau in der Verwaltung.

Portfoliostrategie: Schließungen und Modernisierung

Das Unternehmen hat eine vollständige Überprüfung seines Filialnetzes in Nordamerika abgeschlossen. Standorte, die nicht die gewünschte Atmosphäre bieten oder wirtschaftlich hinter den Erwartungen zurückbleiben, werden geschlossen.

Während Starbucks jährlich sein Filialportfolio anpasst, gehe dieser Schritt laut Niccol deutlich weiter: Die Gesamtzahl der Standorte wird im Geschäftsjahr 2025 um rund ein Prozent sinken. Damit betreibt der Konzern am Ende des Jahres knapp 18.300 Filialen in den USA und Kanada – inklusive eigener und lizenzierter Stores.

Für 2026 plant Starbucks allerdings wieder Wachstum. Zudem sollen in den kommenden zwölf Monaten mehr als 1.000 Filialen umfassend renoviert werden, um Gästen ein moderneres Design und mehr Wohlfühlatmosphäre zu bieten.

Stellenabbau: Fokus auf die Filialteams

Neben der Filialbereinigung kündigte Niccol den Abbau von rund 900 Stellen außerhalb des Einzelhandels an. Zusätzlich werden offene Positionen nicht nachbesetzt.

Die frei werdenden Ressourcen sollen direkt in die Kernbereiche fließen: mehr Personalstunden für die „green apron partners“ in den Cafés, optimierte Personaleinsatzplanung zu Stoßzeiten sowie Investitionen in die Kaffeehausgestaltung. Erste Tests hätten bereits gezeigt, dass zusätzliche Arbeitskräfte in Stoßzeiten zu höheren Transaktionen, steigenden Umsätzen und kürzeren Servicezeiten führen – verbunden mit zufriedeneren Teams.

Für betroffene Mitarbeiter stellt Starbucks Abfindungs- und Unterstützungspakete bereit.

Strategische Neuausrichtung für mehr Widerstandsfähigkeit

Die Maßnahmen sollen die Kette laut Unternehmensangaben „besser, stärker und widerstandsfähiger“ machen. Im Zentrum stehen Effizienzsteigerung, die Stärkung der langfristigen Wachstumstreiber sowie ein klares Bekenntnis zum Kundenerlebnis.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurantkritiker Jürgen Dollase beschreibt strukturelle Schwächen in der deutschen Spitzengastronomie. Seine Analyse umfasst Handwerk, Menügestaltung und Produktumgang.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie (DHA) erweitert ihr Weiterbildungsangebot und startet im Juni 2026 den neuen berufsbegleitenden Lehrgang Certified Bartender. Die Ausbildung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Initiatoren des Bar Symposium Cologne (BSC) entwickelt und richtet sich an angehende sowie erfahrene Bar- und Servicekräfte, die ihre Professionalisierung auf das nächste Level bringen möchten.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Gastronomen den Druck zur Preissenkung überschätzen. Fast die Hälfte der Gäste zeigt Verständnis für stabile Preise trotz der gesenkten Umsatzsteuer.

Der Lieferdienst-Konzern Delivery Hero verkauft sein Essensliefergeschäft Foodpanda in Taiwan für 600 Millionen US-Dollar. Das Berliner Unternehmen betreibt Lieferdienste in 65 Ländern in Asien, Europa, Südamerika und Afrika.

Die Gastronomiemarke O’Learys plant den Eintritt in den deutschen Markt. Das geht aus Informationen des Beratungsunternehmens Franchise Focus hervor, das nach eigenen Angaben auf Gastronomie-Franchises spezialisiert ist.

Christian Scharrer hat das Restaurant Verbena im Waldhotel by Bürgenstock – Teil des Bürgenstock Resort Lake Lucerne eröffnet. Mit seiner Ehefrau Nathalie Scharrer, die als Restaurant- & In-Room-Dining-Managerin verantwortlich zeichnet, bildet er ein eingespieltes Führungsduo.

Das Restaurant Somssi by Jihun Kim im Hotel Mandarin Oriental Mayfair in London hat den Betrieb eingestellt. Die Schließung erfolgte lediglich fünf Wochen, nachdem das Restaurant mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden war.

Mehr als 2.900 Betriebe gingen 2025 pleite – so viele wie seit über einem Jahrzehnt nicht. Steigende Kosten, sinkende Nachfrage und verändertes Konsumverhalten setzen Restaurants und Bars massiv unter Druck. Seit 2020 mussten mehr als 11.000 Betriebe aufgeben.

Die Althoff Collection präsentiert mit der „6 Hands Series“ eine neue Eventreihe, bei der drei Spitzenköche der Gruppe gemeinsam ein Sechs-Gang-Menü an drei Standorten inszenieren.

Der Guide Michelin hat seine nationale Auswahl 2026 für Österreich vorgestellt und bestätigt die Drei-Sterne-Liga in Wien. Mit 101 Sterne-Restaurants und zahlreichen Neuzugängen zeigen die Auszeichnungen die positive Entwicklung in der österreichischen Gastronomieszene.