Taco Bell plant erneuten Markteintritt in Deutschland für Ende 2026

| Gastronomie Gastronomie

Die US-amerikanische Fast-Food-Kette Taco Bell plant laut Medienberichten einen Markteintritt in Deutschland Ende 2026. Wie das Marketing-Magazin »Horizont« und die »Bild«-Zeitung übereinstimmend berichten, sollen erste Restaurants in mehreren deutschen Großstädten entstehen.

Erste Standorte und neue Details zur Expansion

Nach Angaben der »Bild« sind Filialen in Frankfurt, Stuttgart und Köln vorgesehen. Ein Unternehmenssprecher habe diese Städte als aktuelle Planungsstandorte bestätigt. Weitere Angaben zu Anzahl der Restaurants und konkreten Eröffnungsterminen liegen bislang nicht vor und sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Zusätzlich berichtet die »Bild«, dass das Beratungsunternehmen Franchise Focus mit Sitz in Düsseldorf Taco Bell bei der Suche nach Franchisenehmern unterstützt habe. Gründer Raimond Roßleben wird mit den Worten zitiert: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der erfolgreichen Rekrutierung von sechs Area Developer einen erheblichen Beitrag zur Expansion von Taco Bell in Deutschland leisten konnten.“

Angaben zu Franchise-Modell und Anforderungen

Auf der Internetseite von Franchise Focus werden Details zur Zusammenarbeit mit Taco Bell beschrieben. Demnach basiert die Expansion auf einem Franchise-Modell, bei dem Partner nach Angaben auf der Webseite bestimmte Voraussetzungen erfüllen sollen. Genannt werden unter anderem gastronomische und unternehmerische Erfahrung sowie die Fähigkeit, ein Team aufzubauen und zu führen.

Zudem werden auf der Webseite finanzielle Rahmenbedingungen genannt. Demnach liegt das Investment bei mindestens 400.000 Euro, das erforderliche Eigenkapital bei mindestens 150.000 Euro. Hinzu kommen eine Franchise-Einstiegsgebühr von 65.000 US-Dollar, eine monatliche Franchisegebühr von 6 Prozent sowie Marketingkosten von 5 Prozent, jeweils laut Angaben auf der Webseite.

Weitere Informationen auf der Seite betreffen unter anderem Unterstützung bei der Entwicklung von Restaurants, Schulungen sowie zentrale Marketingmaßnahmen.

Teil einer größeren Expansionsstrategie

Wie das Magazin »Horizont« berichtet, ist der geplante Markteintritt Teil einer größeren Marktoffensive. Frühere Planungen sahen vor, mehr als 100 Filialen bis 2030 zu eröffnen. Diese Expansion war jedoch im Mai 2025 gestoppt worden.

Hintergrund zum Unternehmen

Taco Bell gehört zum Konzern Yum! Brands, zu dem auch die Marken Pizza Hut und KFC zählen. Nach Angaben aus den Berichten betreibt die Kette weltweit rund 8500 Restaurants in mehr als 30 Ländern.

Der nun geplante Einstieg stellt einen erneuten Versuch dar, den deutschen Markt zu erschließen. In Deutschland gibt es bisher keine richtigen Filialen, sondern nur drei Standorte in US-Kasernen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Taco Bell gehört wie KFC und Pizza Hut zum amerikanischen Systemgastronomie-Konzern „Yum! Brands“.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.