Tim Raue: «Täglich um die Existenz zu kämpfen, ist große Scheiße»

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Der Berliner Spitzenkoch Tim Raue (46) rechnet mit schweren Folgen der verlängerten Corona-Zwangspause. «Dass die Regierung uns Hilfsmaßnahmen ankündigt, klingt gut, aber was wir bekommen werden, wird dem Gewinn der Vorjahre nicht annähernd nahe kommen», sagte Raue der Deutschen Presse-Agentur. «Verluste und Insolvenzen werden im Januar so reichlich rieseln wie die trockenen Nadeln vom Weihnachtsbaum.»

Als Unternehmer sei die Lage enorm belastend. «Täglich um die Existenz zu kämpfen, ist große Scheiße.» Mit Blick auf eine mögliche Wiederöffnung sagte Raue: «Wir versuchen so flexibel wie möglich zu handeln, und wenn man es uns erlaubt, werden wir umgehend auf den Restaurantbetrieb zurückstellen.»

Der auch aus dem Fernsehen bekannte Koch betreibt in Kreuzberg mit seiner Geschäftspartnerin Marie-Anne Raue das nach ihm benannte Restaurant. Dieses wurde gerade vom Gastroführer «Gault&Millau» mit 19,5 Punkten als beste Berliner Adresse gelistet. Als Berater betreut Tim Raue die «Brasserie Colette» in Berlin, München und Konstanz, die «Villa Kellermann» in Potsdam und die «Hanami by Tim Raue Restaurants» auf einigen Schiffen der TUI-Flotte.

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown wird in Berlin bis zum 22. Dezember verlängert. Gaststätten und zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Theater und Schwimmbäder bleiben weiter geschlossen.


 

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