Ulmer Sternerestaurant bi:braud zieht 2026 ins Maison Meissner um

| Gastronomie Gastronomie

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Das teilte das Unternehmen mit. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept. Die Edda Brasserie bleibt laut Mitteilung an ihrem bisherigen Standort bestehen.

Das bisherige bi:braud befindet sich seit 2014 in einer ehemaligen Metzgerei in der Büchsengasse. Nach Angaben des Unternehmens soll das Restaurant im neuen Haus größere Küchenflächen, zusätzliche Räume für die Vorbereitung sowie erstmals ein À-la-carte-Angebot erhalten.

„Zwölf Jahre Büchsengasse waren wunderschön – aber wir sind irgendwann an die Grenzen dessen gestoßen, was an diesem Standort möglich ist. Mit dem Maison Meissner bekommen wir endlich den Rahmen, den wir uns immer gewünscht haben“, wird Alina Meissner-Bebrout in der Mitteilung zitiert.

Historisches Bäumle wird zum Hotel mit Restaurant und Bar

Das ehemalige Hotel „Bäumle“ liegt direkt am Ulmer Münster und steht unter Denkmalschutz. Nach Angaben des Unternehmens stammt das Gebäude aus dem 15. Jahrhundert. Dort soll das neue Maison Meissner entstehen. Geplant sind ein Hotel mit 15 Zimmern, eine Bar sowie das neue bi:braud als gastronomischer Bestandteil des Hauses.

Mit dem Umzug wird das gastronomische Konzept erweitert. Neben dem bisherigen Menüangebot soll es künftig erstmals Speisen à la carte geben. Laut Mitteilung sind kleinere Gerichte an der Bar ebenso vorgesehen wie bekannte Gerichte aus den vergangenen zwölf Jahren des Restaurants.

„Man kann auf einen Aperitif vorbeikommen, sich auf zwei Gänge à la carte setzen, das große Menü mit Weinbegleitung machen – oder direkt im Hotel übernachten“, sagt Meissner-Bebrout laut Mitteilung.

Michelin-Stern muss am neuen Standort erneut erkocht werden

Mit dem Wechsel der Adresse verliert das Restaurant formal seinen Michelin-Stern, da die Auszeichnung in Deutschland an den Standort gebunden ist. Das bi:braud hatte den Stern 2023 erhalten und muss ihn am neuen Standort erneut erkochen.

„Den Stern haben wir uns einmal erarbeitet, dann tun wir das eben ein zweites Mal“, wird Meissner-Bebrout zitiert. „Was uns ausmacht, hängt ja nicht an den Wänden. Das hängt am Team, an unserer Haltung zum Produkt, an dem, was wir auf den Teller bringen.“

Die Verleihung der Michelin-Sterne für Deutschland findet am 23. Juni 2026 in Frankfurt statt.

Doppelspitze in der Küche bleibt auch im neuen Haus bestehen

Die seit September 2025 bestehende Doppelspitze in der Küche bleibt laut Unternehmen erhalten. Neben Alina Meissner-Bebrout wird weiterhin Tim Ostertag das bi:braud führen. Für den Weinkeller soll erneut Holger Baier verantwortlich sein. Auch das bisherige Serviceteam zieht nach Angaben des Unternehmens an den neuen Standort um.

Darüber hinaus sollen im neuen Restaurant auch Gerichte aufgegriffen werden, die früher im „Bäumle“ angeboten wurden. Diese würden neu interpretiert und in das Konzept integriert, heißt es in der Mitteilung.

Die Eröffnung des Maison Meissner und des neuen bi:braud ist für den Sommer 2026 vorgesehen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

ATLANTIC Hotels hat Details zur 20 High Skyline Bar im neuen Atlantic Hotel Frankfurt vorgestellt. Die Bar soll mit der Hoteleröffnung im September 2026 den Betrieb aufnehmen und wird von Mo Kaba geleitet.

Tim Raue eröffnet gemeinsam mit der Heidelberger Bliss-Group ein zeitlich begrenztes Restaurant im ehemaligen Commissary des Patrick-Henry-Village. Das Konzept mit dem Titel Taste of the Dragon umfasst ein Fünf-Gänge-Menü.

Der Aufbau des Oktoberfests läuft auf Hochtouren, der berühmte Paulaner-Turm steht - aber die Kellnerinnen-Parade des Künstlers Emil Kneiß ist kopflos geworden: Eine schwarze Folie verhüllt die Gesichter. Über den Hintergrund herrscht Rätselraten.

Burger King will die in den vergangenen Jahren wegen Pandemie und Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun nachholen. «Alle Zeichen stehen auf Wachstum», sagte Deutschland-Chef Andreas Bork zum 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants.

Die Landeshauptstadt Hannover zieht nach dem Abschluss des 497. Schützenfestes eine positive Bilanz der zehntägigen Veranstaltung. Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen rund 900.000 Besucher auf den Schützenplatz.

Die peruanische Hauptstadt Lima richtet am 4. November erstmals die Verleihung der The World’s 50 Best Restaurants aus. Wie der Veranstalter mitteilt, finde die Preisverleihung damit zum ersten Mal in Südamerika statt.

Für die insolvente Hamburger Gastronomie TamTam hat der vorläufige Insolvenzverwalter die Investorensuche gestartet. Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, hängt nach seinen Angaben von einer erfolgreichen Übernahme ab.

Der frühere Profifußballer Lukas Podolski betreibt schon eine ganze Dönerkette. Auch Schauspieler Frederick Lau plant nun in Berlin einen Dönerladen. Allerdings ganz ohne Fleisch.

Der Betreiber des TamTam im Hamburger Hanseviertel hat Insolvenz beantragt. Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen.

Der Koch Markus Stöckle will im Herbst 2026 ein neues Restaurant in der Zürcher Altstadt eröffnen. Das Lokal entsteht an der Glockengasse 7 im Kreis 1, wo früher das Restaurant Kaiser’s Reblaube ansässig war. Stöckle gehe das Projekt gemeinsam mit seiner Partnerin Elif Oskan an, berichtet der Gastroführer GaultMillau.