Umfrage: Acht Prozent der Briten verlassen Restaurants ohne zu bezahlen

| Gastronomie Gastronomie

Eine aktuelle Erhebung des Zahlungsdienstleisters takepayments unter 1.500 Erwachsenen im Vereinigten Königreich liefert neue Daten zum Phänomen der Zechprellerei. Die Ergebnisse zeigen, dass acht Prozent der Befragten bereits ein Restaurant verlassen haben, ohne die Rechnung zu begleichen. Die Gründe hierfür liegen laut der Studie jedoch seltener in krimineller Absicht als vielmehr in organisatorischen Versäumnissen.

Vergesslichkeit als Hauptursache für unbezahlte Rechnungen

Die Untersuchung differenziert zwischen vorsätzlichem und unbeabsichtigtem Handeln. Mit 39 Prozent gab der Großteil der Befragten an, die Zahlung schlichtweg vergessen zu haben. Ein weiterer relevanter Anteil von 16 Prozent ging davon aus, dass ein anderes Mitglied der Gruppe die Rechnung bereits übernommen habe.

Lediglich eine Minderheit nannte bewusste Beweggründe: 12 Prozent suchten nach eigenen Angaben den Nervenkitzel, während drei Prozent angaben, über unzureichende finanzielle Mittel für den Restaurantbesuch zu verfügen. Zeitnot und eine zu lange Wartezeit auf die Rechnung wurden von 13 Prozent der Befragten als Grund angeführt.

Demografische Unterschiede und No-Show-Problematik

Die Daten weisen geschlechtsspezifische und altersbedingte Unterschiede auf. Während neun Prozent der Männer angaben, bereits ohne Zahlung ein Lokal verlassen zu haben, waren es bei den Frauen sieben Prozent. Besonders häufig wurde dieses Verhalten in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen registriert.

Zusätzlich zur Problematik unbezahlter Rechnungen befasste sich die Studie mit dem Thema Reservierungen. Jeder achte Befragte gab an, schon einmal nicht zu einer Reservierung erschienen zu sein, ohne diese vorher abzusagen. Als Hauptgrund nannten 60 Prozent der „No-Show“-Gäste, dass sie die Absage vergessen hatten.

Vorbehalte gegenüber Vorauszahlungen

Trotz der wirtschaftlichen Risiken für Gastronomen stoßen Sicherungsmaßnahmen wie Anzahlungen bei einem Teil der Kunden auf Ablehnung. Laut der Umfrage würden 21 Prozent der Gäste lieber auf eine Buchung verzichten und ein anderes Lokal wählen, anstatt eine Kaution für die Tischreservierung zu hinterlegen.

Experten sehen in der Digitalisierung des Bezahlprozesses eine Möglichkeit, die Raten unbeabsichtigter Zechenprellerei zu senken. Lösungen wie das Bestellen und Bezahlen per App am Tisch oder Terminals im Selbstbedienungsbereich könnten den Bezahlvorgang entzerren und das Risiko von Missverständnissen sowie kundenbedingten Wartezeiten minimieren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.