Umfrage: Viele Gäste wollen Lieblingsrestaurant häufiger besuchen

| Gastronomie Gastronomie

Die aktuelle Corona-Pandemie ist längst noch nicht ganz ausgestanden, da macht sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens bereits eine gewisse Aufbruchsstimmung breit – so auch in der Gastronomie. Um sich ein aktuelles Bild über dieStimmungslage der Gäste zu machen, hat L’Osteria zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Appinio eine Umfrage unter 1.000 Personen durchgeführt, die in den letzten 24 Monaten ein gastronomisches Angebot genutzt haben.

Viele Befragte kennen Restaurants, die dauerhaft schließen mussten

Bei der Frage „Haben Sie bereits davon Kenntnis genommen, dass eins oder mehrere Ihrer Lieblingsrestaurants nach dem Lockdown nicht wieder eröffnen wird/werden, da es/sie in der Zwischenzeit für immer schließen musste(n)?“ antwortet nahezu die Hälfte (48,1 Prozent), dass sie von mindestens einem oder mehreren Lieblingsrestaurants wissen, die die Pandemiezeit nicht wirtschaftlich überlebt haben. Dafür haben die Befragten während der harten Zeit des Lockdowns zwischen November 2020 und Anfang Mai 2021 ihre gastronomischen Lieblingsorte stark unterstützt. 53 Prozent gaben an, den Lieferservice und gut 49 Prozent das Take-away-Angebot in Anspruch genommen zu haben. Diese Unterstützung hat auch L’Osteria erfahren: Das Unternehmen startete im Frühjahr 2020 ihren eigenen Delivery-Service, der gerade während des Lockdowns sehr stark von den Gästen genutzt wurde.

Verändertes Nutzungsverhalten nach der Corona-Pandemie

Knapp 51 Prozent der Befragten wollen die Gastronomie nach der Wiedereröffnung ein wenig oder stark anders nutzen. So wollen davon knapp 49 Prozent ihre Lieblingsgastronomie noch häufiger besuchen und damit unterstützen. 27 Prozent wollen das Gastronomiepersonal respektvoller behandeln und knapp 40 Prozent wollen mehr Trinkgeld geben. Ein großes Ärgernis der Gastronomiebranche sind Reservierungen, die von den Buchenden nicht wahrgenommen werden. Hier will immerhin gut ein Viertel sein Verhalten ändern und die Buchungen nicht mehr verfallen lassen bzw. in einem angemessenen Zeitrahmen stornieren. Dazu Mirko Silz, CEO der FR L’Osteria SE: „Wir freuen uns, dass die Gäste das gastronomische Angebot nach der langen Zeit der Schließung wieder so gut annehmen und uns nicht im Stich lassen. An den Umfrageergebnissen kann man gut erkennen, wie sehr sich die Gäste auf die Wiederkehr freuen. Selbstverständlich freuen wir Gastronomen uns auch und vielleicht sogar noch ein Stück mehr, wenn die guten Vorsätze der Gäste möglichst langfristig anhalten.“

Was wird aus Lieferservice- und Take-away-Angeboten?

Lieferservice und Außer-Haus-Verkauf gab es bereits vor der Pandemie, sind aber von vielen Restaurants in der Coronazeit stark ausgebaut worden. Über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) glaubt daran, dass diese Vielfalt bleibt, aber gleichzeitig auch ein bisschen weniger werden wird, wenn die Gastronomie wieder regulär geöffnet hat. Nur 24 Prozent denkt, dass diese Vielfalt unverändert bestehen bleibt. Rund ein Drittel der Befragten bestellt seine Lieferungen mit Lieferservice-Apps nach Hause und immer noch etwas mehr als ein Drittel telefonisch (37,6 Prozent). Egal mit welchem Kommunikationsmittel bestellt wird, das größte Ärgernis bei gelieferten Speisen ist immer noch, wenn die Lieferung einfach zu lange dauert und nicht rechtzeitig zu Hause eintrifft (36,4 Prozent).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Internationale WM-Gäste sorgen in nordamerikanischen Restaurants für Debatten über Trinkgeldregeln. Viele Betriebe reagieren mit automatischen Servicegebühren auf ausbleibende Zahlungen.

Die Gastronomie-Marke Kneipe 80 plant eine Tournee durch Deutschland und Österreich. Dabei ergänzen neue Standorte und diverse Gastspiele bei Großveranstaltungen das bisherige Portfolio des Konzeptgebers Marc Uebelherr.

Zwei-Sterne-Koch Daniel Gottschlich plant für 2028 die Eröffnung eines zweiten Restaurantkonzepts. Das neue Projekt soll unabhängig vom Ox & Klee betrieben werden und nach Unternehmensangaben Kulinarik, Technologie und Inszenierung zu einem immersiven Gastronomieerlebnis verbinden.

Casualfood nimmt am Flughafen Düsseldorf den ersten Slim Chickens Standort an einem deutschen Airport in Betrieb. Das Konzept ergänzt das gastronomische Portfolio des Flughafens um ein weiteres internationales Angebot.

Superschmarrn erweitert sein Filialnetz und will im Juli 2026 einen fünften Standort am Friedensplatz in Bonn eröffnen. Hinter dem Gastronomiekonzept stehen die Gastronomen Gunilla und Thomas Hirschberger, die unter anderem als Gründer der Marken Sausalitos und Hans im Glück bekannt sind.

Mit deutlichen Worten kritisiert Jürgen Dollase die Präsentation der Michelin-Sterne 2026. Sein Kommentar richtet sich sowohl gegen den Ablauf der Veranstaltung als auch gegen die Ausrichtung des Guide Michelin.

Die Sommelier-Union Deutschland blickt auf ihr fünfzigjähriges Bestehen zurück und bestätigt im Rahmen des Sommelier-Campus die Vereinsführung um Präsidentin Yvonne Heistermann.

Applaus, Emotionen und strahlende Gewinner: Bei der Verleihung des Michelin Guide Deutschland 2026 traf sich die Spitze der deutschen Gastronomie. Unsere große Bildergalerie zeigt die schönsten Momente des Abends.

Mit der Verleihung von drei Michelin-Sternen gehört das L.A. Jordan in Deidesheim zur Spitzengruppe der ausgezeichneten Restaurants. Veröffentlicht wurden nun auch Auszüge aus den Bewertungen der Michelin-Inspektoren zu mehreren Menügängen.

Der Michelin Guide Deutschland 2026 umfasst insgesamt 339 Sterne-Restaurants im gesamten Bundesgebiet. Das Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim steigt als Neuzugang in die Drei-Sterne-Kategorie auf, während vier Betriebe zwei Sterne erstmals erhalten.