Valora kauft Back-Factory

| Gastronomie Gastronomie

Die Valora Gruppe setzt ihre Wachstumsstrategie fort und übernimmt den in Deutschland ansässigen Snack-Profi und Systemgastronomen Back-Factory mit über 80 Verkaufsstellen. Mit diesem Schritt baut Valora ihre Stellung im bundesweiten Gastronomiemarkt deutlich aus, stößt weiter in Innenstädte vor und erweitert ihre deutsche Food-Service-Plattform.

Mit dem Erwerb von Back-Factory stärkt die Valora Gruppe ihr Foodvenience-Kerngeschäft im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie wie beabsichtigt auch durch Zukäufe in bestehenden Regionen und profitiert dabei von der Marktkonsolidierung. Mit der Akquisition wird Valora gemessen am Vorkrisenniveau neu zu den Top-5 der umsatzstärksten Gastronomie-Unternehmen bzw. -Systeme Deutschlands zählen (bisher Top-10 gemäß der Zeitschrift foodservice 4/2020).

Valora erwirbt Back-Factory von Harry-Brot, dem bedeutendsten Backwarenhersteller in Deutschland. Die Übernahme erfolgt voraussichtlich am 1. November 2021, die Zustimmung des Bundeskartellamts vorausgesetzt. Über die Modalitäten der Übernahme haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Finanziert wird sie aus bestehenden Finanzmitteln.

Harry-Brot gründete Back-Factory vor rund 20 Jahren, der erste Back-Factory Store eröffnete 2002 in Bielefeld. Die klassische Selbstbedienungsbäckerei entwickelte sich fortan zur Snacking-Anbieterin mit bundesweit über 80 Stores. Diese werden als Franchisebetriebe und Eigenstellen geführt, sind insbesondere auch stark in Innenstädten vertreten und verfügen über langjährige Mietverträge. Back-Factory erwirtschaftete 2019 einen Außenumsatz von rund EUR 80 Mio. und erzielte ein EBITDA von gut EUR 5 Mio.

Mit Back-Factory erweitert Valora ihre Food-Service-Plattform in Deutschland, in welche heute die Marken BackWerk und Ditsch integriert sind. «Der Ansatz von Back-Factory ist mit dem Selbstbedienungskonzept und dem grossen Angebot an kalten und warmen Snacks vergleichbar mit demjenigen unseres Backgastronomie-Formats BackWerk», erklärt Thomas Eisele, CEO Valora Food Service. «Zudem ergänzt Back-Factory unser deutsches Store-Portfolio der Marken BackWerk und Ditsch mit aktuell rund 500 Verkaufsstellen ausgezeichnet mit komplementären Standorten und wir stoßen weiter an Innenstadt-Lagen vor.»

Michael Mueller, CEO der Valora Gruppe, sagt: «Wir freuen uns darauf, Back-Factory schon bald bei Valora willkommen zu heißen. Valora verfügt über eine ausgeprägte Expertise im Foodvenience-Geschäft und eine bewährte Integrationskapazität nach Übernahmen. Dank Back-Factory werden wir unsere Marktposition stärken und durch das Wachstum von interessanten Skaleneffekten profitieren. Darüber hinaus ist diese Erweiterung Ausdruck unserer Überzeugung, dass das Foodvenience-Geschäft auch in Zukunft attraktiv bleiben wird.»

Zurück

Vielleicht auch interessant

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.