Wasserschaden und Knie-OP: „Casa Caminada“-Crew kocht auswärts

| Gastronomie Gastronomie

Erst im letzten Oktober hatte der Schweizer Spitzenkoch Andreas Caminada in Fürstenau das „Casa Caminada“ eröffnet. Wegen eines Wasserschadens ist das Restaurant jetzt bis Mai geschlossen. Doch Ersatz ist gefunden: Das Caminada Team gibt jetzt für sieben Wochen ein Gastspiel im 30 Kilometer entfernten Valendas, im Romantik Restaurant Gasthaus am Brunnen. Der dortige Gastgeber, Matthias Althof, musste sich einer Knie-OP unterziehen und ist dankbar für die Hilfe.

„Herausforderungen in etwas Gutes ummünzen – das mag ich besonders“, verrät Andreas Caminada, Gastgeber vom Casa Caminada. „Umso mehr freue ich mich, dass wir die Zeit bis zur Wiedereröffnung unseres Gasthauses in Fürstenau nun sinnvoll überbrücken können, indem wir unseren Kollegen Matthias Althof und seine Frau Elvira mit unserem Küchenteam im Gasthaus am Brunnen unterstützen.“  Bis zum 31. März kochen Mathias Kotzbeck und Michael Vogel regional geprägte Gerichte aus dem Casa Caminada in Valendas. 

Das Gastspiel der Fürstenauer ist eine Win-Win-Sit für beide Gasthäuser. „Für uns ist es grossartig, weil wir unseren Gästen damit eine schöne Alternative für die Schliesszeit bieten können», erläutert Andreas Caminada. „Aber besonders rund wird das Ganze, weil ich von Matthias Althof wusste, dass bei ihm eine Knie-OP ansteht. Als Küchenchef sucht man dann natürlich nach einer guten Lösung für die Regenerationszeit, damit die Küche nicht kalt bleiben muss. Jetzt haben wir die Chance, ihm den Rücken frei zu halten, während er in Ruhe wieder auf die Beine kommen kann.“

Mathias Kotzbeck freut sich über die Zwischenstation als Gastkoch in Matthias Althofs Küche. „Wir danken unseren Gastgebern ganz herzlich für das Vertrauen“, so der 25-jährige Küchenchef vom Casa Caminada. „Unsere Küche lebt von den besten Produkten der Region und traditionellen Bündner Rezepten. Genau das haben wir auch für unsere Gäste in Valendas auf die Karte gesetzt: Pizzoccheri, Ravioli mit Schmorbraten oder gedörrten Birnen, Forelle mit Rote Bete und gutes Fleisch wie knuspriger Schweinebauch, Reh oder Kalb.“ Gastgeberin Elvira Solèr Althof und ihr Team vom Gasthaus am Brunnen werden wie gewohnt für den täglichen Service zum Mittag- und Abendessen sorgen.

Das Gasthaus am Brunnen liegt am historischen Dorfplatz im Bergdorf Valendas und wurde wie das Casa Caminada vom Bündner Architekten Gion A. Caminada renoviert und ausgebaut. Das Restaurant hat von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.

Ist der Wasserschaden behoben, geht es zurück nach Fürstenau. Hier hatte der  Schweizer Spitzenkoch Andreas Caminada im Oktober 2018 das „Casa Caminada“ mit Beiz, Bäckerei, Speisekammer, Laden und zehn Zimmern eröffnet. Das Gasthaus in der historischen Stadtmitte Fürstenaus, gegenüber dem Schloss Schauenstein, ist aus zwei alten Ställen entstanden. 

Die neue Dependance des Bündner Spitzenkochs Andrea Caminada ist eine Hommage an seine Heimat. „Anfangs stand die Idee, zwei alte Ställe in ein weiteres Puzzleteil des Genussorts Fürstenau zu verwandeln. Und der Wunsch, das Handwerk zurück in die Stadt zu bringen. Jetzt ist unser Traum Realität geworden“, freut sich Caminada über die Neueröffnung.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Restaurant Heritage im Hamburger Hotel Le Méridien öffnet am 30. April nach einer technischen Modernisierung der Küchenbereiche wieder seine Türen. Neben einem aktualisierten Speisenangebot setzt der Betrieb künftig verstärkt auf neue Veranstaltungsformate.

In Hamburg ist der Genuss-Michel 2026 verliehen worden. Das Fischereihafen Restaurant wurde als Restaurant des Jahres ausgezeichnet, Herbert Seckler erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.