„Wer Tiere isst, sollte sie auch töten können“

| Gastronomie Gastronomie

Rolf Hiltl führt in Zürich unter anderem das laut Guinness World Records älteste vegetarische Restaurant der Welt. In einem Gastbeitrag für den Focus forderte er nun ein neues Bewusstsein der Konsumenten und höhere Preise für Fleisch. Er sei der Meinung, dass nur derjenige Fleisch essen sollte, der auch bereit wäre, das Tier selbst zu töten. 

Die Konsumenten hätten eine Verantwortung gegenüber den Tieren und der Umwelt. Für richtigen Genuss brauche es schließlich gar kein Fleisch. Man müsse sich nur trauen, in den entsprechenden Restaurants auch die fleischfreien Alternativen auszuprobieren. Hiltl selbst bezeichnet sich als sogenannten „Flexitarier“. Ab und zu isst er Fleisch, wenn auch eher aus Gewohnheit und nicht wegen des Geschmacks. 

Das sehen die meisten Deutschen offenbar noch anders. Laut Statista verputzen die Bundesbürger im Jahr durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch. Zwei Drittel davon macht das Schweinefleisch aus.  

In ihren diversen Restaurants hätten sie seit 120 Jahren jedoch kein einziges Tier schlachten müssen, erklärte Hiltl. Und das werde auch so bleiben. Er sei der Meinung, dass viele Menschen das nicht könnten. Müssten die Gäste das Tier hingegen selbst töten, würde laut Hiltl der Fleischkonsum schlagartig zurückgehen. Eine Steuer auf Fleisch könnte seiner Meinung nach ebenfalls helfen. Da das Umdenken nicht einfach sei, könnten höhere Preise so manchen Konsumenten zum Nachdenken anregen, ist der Gastronom überzeugt. 
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurantkritiker Jürgen Dollase beschreibt strukturelle Schwächen in der deutschen Spitzengastronomie. Seine Analyse umfasst Handwerk, Menügestaltung und Produktumgang.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie (DHA) erweitert ihr Weiterbildungsangebot und startet im Juni 2026 den neuen berufsbegleitenden Lehrgang Certified Bartender. Die Ausbildung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Initiatoren des Bar Symposium Cologne (BSC) entwickelt und richtet sich an angehende sowie erfahrene Bar- und Servicekräfte, die ihre Professionalisierung auf das nächste Level bringen möchten.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Gastronomen den Druck zur Preissenkung überschätzen. Fast die Hälfte der Gäste zeigt Verständnis für stabile Preise trotz der gesenkten Umsatzsteuer.

Der Lieferdienst-Konzern Delivery Hero verkauft sein Essensliefergeschäft Foodpanda in Taiwan für 600 Millionen US-Dollar. Das Berliner Unternehmen betreibt Lieferdienste in 65 Ländern in Asien, Europa, Südamerika und Afrika.

Die Gastronomiemarke O’Learys plant den Eintritt in den deutschen Markt. Das geht aus Informationen des Beratungsunternehmens Franchise Focus hervor, das nach eigenen Angaben auf Gastronomie-Franchises spezialisiert ist.

Christian Scharrer hat das Restaurant Verbena im Waldhotel by Bürgenstock – Teil des Bürgenstock Resort Lake Lucerne eröffnet. Mit seiner Ehefrau Nathalie Scharrer, die als Restaurant- & In-Room-Dining-Managerin verantwortlich zeichnet, bildet er ein eingespieltes Führungsduo.

Das Restaurant Somssi by Jihun Kim im Hotel Mandarin Oriental Mayfair in London hat den Betrieb eingestellt. Die Schließung erfolgte lediglich fünf Wochen, nachdem das Restaurant mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden war.

Mehr als 2.900 Betriebe gingen 2025 pleite – so viele wie seit über einem Jahrzehnt nicht. Steigende Kosten, sinkende Nachfrage und verändertes Konsumverhalten setzen Restaurants und Bars massiv unter Druck. Seit 2020 mussten mehr als 11.000 Betriebe aufgeben.

Die Althoff Collection präsentiert mit der „6 Hands Series“ eine neue Eventreihe, bei der drei Spitzenköche der Gruppe gemeinsam ein Sechs-Gang-Menü an drei Standorten inszenieren.

Der Guide Michelin hat seine nationale Auswahl 2026 für Österreich vorgestellt und bestätigt die Drei-Sterne-Liga in Wien. Mit 101 Sterne-Restaurants und zahlreichen Neuzugängen zeigen die Auszeichnungen die positive Entwicklung in der österreichischen Gastronomieszene.