„Wie funktioniert das System?“ - Neuer Starbucks-Boss will umbauen

| Gastronomie Gastronomie

Starbucks kämpft mit Rückgängen vor allem im wichtigsten Markt USA. Der neue Chef will nun die Lokale wieder gemütlicher machen und die Kunden schneller bedienen. So Starbucks in einer Mitteilung.

Bequemere Sitzmöbel und weniger als vier Minuten Wartezeit: Der neue Starbucks-Chef Brian Niccol plant einen Umbau, um den Geschäftsrückgang bei der weltgrößten Kaffeehaus-Kette umzukehren. In US-Lokalen soll es auch keinen Aufpreis mehr für Milchalternativen geben. 

Insgesamt gäbe es zu viele Optionen für die Anpassung von Getränken, kritisierte Niccol. Sie gingen zu schnell ins Geld, verlangsamten die Bedienung und seien zu komplex. Das sei zum Beispiel bei den Sirup-Variationen der Fall: «Ein Spritzer, vier Spritzer - ich versuche immer noch zu kapieren, wie das ganze System funktioniert.» 

Niccol kam zu Starbucks von der auf mexikanische Küche spezialisierten Fast-Food-Kette Chipotle. Dort sorgte er für Wachstum und höhere Gewinne.

Die Zahlen des vergangenen Quartals zeigten, wie groß die Probleme von Starbucks aktuell sind. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Im wichtigen Heimatmarkt USA gab es ein Zehntel weniger Transaktionen - das wurde zugleich etwas dadurch abgefedert, dass Kunden pro Einkauf im Schnitt vier Prozent mehr ausgaben. 

Niccol nannte die Ergebnisse «sehr enttäuschend». Er kündigte an, dass Starbucks im Ende September angebrochenen neuen Geschäftsjahr die Preise nicht erhöhen werde. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Guide Michelin ersetzt den bisherigen Grünen Stern durch das neue weltweite Konzept „Mindful Voices“. Das Programm startet am 1. Juni 2026 in Kopenhagen und wird neben der Gastronomie auch die Hotellerie und den Weinbau umfassen.

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.