Zwillingsbrüder holen drei Michelin-Sterne im The Chedi Andermatt

| Gastronomie Gastronomie

Die Zwillingsbrüder Dominik Sato und Fabio Toffolon haben mit dem The Japanese Restaurant im Hotel The Chedi Andermatt drei Michelin-Sterne erreicht. Der Michelin Guide Schweiz 2026 zeichnet außerdem sieben Restaurants neu mit einem Stern aus und vergibt vier Sonderpreise. Insgesamt umfasst die neue Auswahl 133 Sternerestaurants.

Der Michelin Guide Schweiz 2026 hat ein neues Drei-Sterne-Restaurant: Das The Japanese Restaurant im Hotel The Chedi Andermatt steigt von zwei auf drei Sterne auf. Die Küche verantworten die Zwillingsbrüder Dominik Sato und Fabio Toffolon, die seit Mai 2023 gemeinsam in Andermatt arbeiten. Damit erhöht sich die Zahl der Schweizer Drei-Sterne-Restaurants von vier auf fünf.

Michelin veröffentlichte die neue Restaurantauswahl am 2. November 2026 bei einer Zeremonie in der Andermatt Konzerthalle. Insgesamt zählt die Schweiz nun 133 Sternerestaurants. Davon tragen fünf Restaurants drei Sterne, 22 Restaurants zwei Sterne und 106 Restaurants einen Stern.


Alle Michelin Sterne für die Schweiz 2026

Michelin Guide Schweiz 2026 / Sterne nach Orten

Michelin Guide Schweiz 2026 / Strerne nach Kantonen


Zwillingsbrüder berichten von gestiegenem Umsatz trotz deutlich weniger Tischen

Wie Gault&Millau berichtet, haben Sato und Toffolon die Zahl der Tische im The Japanese Restaurant von 17 auf zwölf reduziert. Gleichzeitig sei der Umsatz gestiegen. „Trotzdem machen wir mehr Umsatz“, erklärte Toffolon gegenüber dem Gastronomieführer.

Die Küche habe sich im vergangenen Jahr nicht wesentlich verändert, sei aber konstanter geworden. Durch die geringere Tischzahl könne das Team die angestrebte Konstanz und Balance besser erreichen, erklärte Sato gegenüber Gault&Millau.

„Eine grossartige Ehre, ein grossartiger Moment“, sagte Sato nach Bekanntgabe der Auszeichnung gegenüber Gault&Millau. Nach dessen Bericht ist auch Satos Ehefrau Yoshiko in die Arbeit des Restaurants eingebunden. Sie sei für die Desserts und die Authentizität der japanischen Aromen mitverantwortlich.

Die beiden gebürtigen Schaffhauser hatten vor ihrem gemeinsamen Wechsel nach Andermatt jeweils bereits einen Michelin-Stern erkocht. Sato leitete zuvor das Restaurant im Congress Hotel Seepark in Thun, Toffolon war Küchenchef im Berner Restaurant Zum Äusseren Stand.

Dass die eineiigen Zwillingsbrüder unterschiedliche Nachnamen tragen, hat einen familiären Grund: Dominik nahm den Namen seiner japanischen Ehefrau Yoshiko an, wie die Schweizer Zeitung Blick berichtet. Yoshiko Sato arbeitet ebenfalls im Restaurant und verantwortet die Patisserie.

Vier weitere Restaurants bestätigen ihre bisherigen drei Michelin-Sterne

Die bisherigen vier Schweizer Drei-Sterne-Restaurants konnten ihre Auszeichnungen bestätigen. Dazu gehören das Memories im Grand Resort Bad Ragaz mit dem Team um Sven Wassmer, das Cheval Blanc by Peter Knogl in Basel mit Küchenchef Peter Knogl, das Restaurant de l'Hôtel de Ville in Crissier unter Franck Giovannini sowie Schloss Schauenstein in Fürstenau mit Andreas Caminada und Marcel Skibba.

Auch alle 22 Zwei-Sterne-Restaurants bestätigten nach Angaben von Michelin ihre bisherigen Auszeichnungen. Andermatt verfügt mit der aktuellen Auswahl über vier Sternerestaurants, die alle drei Sternekategorien abdecken.

Sieben weitere Restaurants werden neu mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet

In der Ein-Stern-Kategorie verzeichnet Michelin sieben Neuzugänge. Dazu gehört das MYLE in Bern, in dem Markus Arnold nach seinem Umzug innerhalb der Stadt erneut einen Stern erhält. Zuvor hatte er das ebenfalls in Bern gelegene Restaurant Steinhalle betrieben.

Weitere Neuzugänge sind die Bärenstobe in Gonten mit Küchenchef Michael Gollenz, das CAAA by Pietro Catalano in Luzern und das Ristorante con enoteca Origini von Guglielmo Curcio in Morbio Inferiore. Ebenfalls neu ausgezeichnet werden das Schlüssel in Oberwil, das ad lib in Zermatt und das rémy in Zürich.

Insgesamt umfasst die Ein-Stern-Kategorie damit 106 Restaurants.

Michelin vergibt vier Sonderauszeichnungen an Küchenchefs und Restaurantmitarbeiter

Neben den Sternen vergab Michelin vier Sonderauszeichnungen. Den Michelin Service Award erhält Nicole Sawyere vom neu mit einem Stern ausgezeichneten Restaurant ad lib in Zermatt. Sie arbeitet dort seit Dezember 2025 gemeinsam mit ihrem Mann Dietmar sowie ihrer Tochter und ihrem Sohn.

Mit dem Michelin Young Chef Award wird Guglielmo Curcio vom Ristorante con enoteca Origini in Morbio Inferiore ausgezeichnet. Der 1994 geborene Küchenchef war zuvor unter anderem im Restaurant Del Cambio in Turin und im Restaurant Materia in Cernobbio tätig, wo er als Souschef arbeitete.

Der Michelin Sommelier Award geht an Émeline Gigaud vom Restaurant Arakel in Genf. Die Französin ist dort seit September 2025 als Chef-Sommelière und Restaurantleiterin beschäftigt. Zuvor arbeitete sie unter anderem im Hotel Cap Estel in Èze, bei Joël Robuchon in Monaco und im Londoner Drei-Sterne-Restaurant Sketch, The Lecture Room and Library.

Als Michelin Opening of the Year wird das MYLE in Bern ausgezeichnet. Markus Arnold bietet dort unter der Bezeichnung „Cuisine Voyage“ regelmäßig wechselnde Menüs an, die jeweils einer anderen kulinarischen Destination gewidmet sind. Das Restaurant befindet sich in einem umgebauten ehemaligen Kino aus den 1970er-Jahren.

Elf weitere Restaurants erhalten die Auszeichnung Bib Gourmand in der Schweiz

Bereits eine Woche vor der Sternebekanntgabe hatte Michelin elf Restaurants neu mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet. Insgesamt zählt der Michelin Guide Schweiz nun 92 Restaurants mit dieser Auszeichnung. Sie wird nach den Kriterien von Michelin für ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis vergeben.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.

Der Tamworth Tap aus Staffordshire ist bei den Great British Pub Awards 2026 zum Pub des Jahres gekürt worden. Insgesamt wurden 17 Kategorien ausgezeichnet, darunter erstmals die Kategorie „Best Inn“.

Die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres 2026“ haben am Flughafen Frankfurt erstmals gemeinsam gekocht. In der FRALounge präsentierten sie ein Sechs-Gänge-Menü mit persönlichen Bezügen und unterschiedlichen kulinarischen Ansätzen.