Australien: Schlechtere Hotelzimmer für Aborigines bei Accor?

| Hotellerie Hotellerie

In Australien könnte Accor einem handfesten Skandal entgegenschlittern. Medienberichten zufolge wird der Hotelgruppe vorgeworfen, dass die Mitarbeiter im Ibis-Styles-Hotel in Alice Springs dazu angehalten worden seien, Ureinwohner des Landes in schlechtere Zimmer einzuquartieren. Demnach sollten die Angestellten Aborigine-Gäste stets in einem von sechs bestimmten Zimmern untergebracht werden, die einen schlechteren Standard aufwiesen als die andren Gästezimmer. 

ABC-Recherchen bestätigten die Vergabepraxis mit einer verdeckten Buchung, bei der zwei Reisegruppen der gleiche Preis in Rechnung gestellt wurde. Die Zimmer der Aborigines seien jedoch schmutziger und in einem schlechteren Zustand gewesen. Mit den Vorwürfen konfrontiert, kündigte der Konzern ein schnelles und entschlossenes Handeln an. Demnach verwies Accor auch auf die eigene Politik der Diversität und Inklusion, die Kulturen, Herkunft und örtliches Recht respektiere. 

Sollten die Vorwürfe zutreffen, könnten hohe Strafen auf Accor zukommen. Wie der für Ureinwohner zuständige Minister erklärte, sei ein solches Vorgehen völlig inakzeptabel. Zudem sehe das australische Anti-Diskriminierungsgesetz schwere Sanktionen vor.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Online Birds haben die Trendberichte ausgewertet, die derzeit von Hotelgesellschaften oder Beratern veröffentlich werden. Demnach zeichnet sich für die DACH-Region ein überraschend klares Bild ab: Gäste suchen vermehrt nach Substanz statt Überfluss, nach Gefühl statt Ablenkung.

Stayery erweitert das Portfolio in der Hauptstadt mit einem neuen Haus am Kurfürstendamm. Das ehemalige Hotel „Ku’Damm 101“ wird bis 2027 zu 198 Serviced Apartments umgebaut und soll künftig Geschäfts- und Freizeitreisende ansprechen.

Das Amtsgericht Cottbus hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Nena Hospitality GmbH angeordnet. Die Gesellschaft hatte zuvor selbst die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Nena führt derzeit acht Apartmenthäuser. Jetzt wird ein Investor gesucht.

Hilton startet im kommenden Jahr mit dem ersten Haus der Marke LXR Hotels & Resorts in Griechenland. Das Resort mit 66 Zimmern, Suiten und Villen entsteht an der Ostküste Santorins in Kamari, am Fuße des antiken Thira.

Das Jahresende gilt vielerorts als Hochsaison, nicht nur in schneesicheren Gebieten. Das zeigt eine aktuelle Branchenumfrage in Mecklenburg-Vorpommern. Um das Weihnachtsfest herum liegen die Erwartungen deutlich niedriger.

Die Hotelmarke Radisson Individuals vergrößert ihr deutsches Angebot im Süden des Landes. Mit dem HARBR. Hotel Konstanz und dem HARBR. Hotel Heilbronn wurden zwei neue Häuser in das Portfolio aufgenommen.

Die neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen für Oktober 2025 eine Steigerung der Übernachtungszahlen. Der kumulierte Wert des Jahres erreicht das Vorjahresniveau, getrieben durch den Inlandstourismus.

Die Berner Oberländer Tourismusgemeinde Grindelwald hat angesichts des Massenandrangs einen vorläufigen Stopp für neue Hotelprojekte beschlossen. Das Dorf, das sich zwischen Abhängigkeit vom Tourismus und den Problemen des Ansturms befindet, möchte den Overtourism eindämmen. Kritik koomt von Schweiz Tourismus.

In Sankt Lorenzen, unweit von Bruneck in den Dolomiten, beginnt für ein tausend Jahre altes Bauwerk ein neues Kapitel.Das Castel Badia eröffnet nach umfassender Restaurierung als Boutique-Hideaway. Das Schloss bietet 29 Zimmer und Suiten sowie ein separates Chalet für Gäste.

Die Hotellerie in Dubai führt ein neues, stadtweites Verfahren für den Check-in ein. Dabei können Gäste die Rezeption umgehen und alle Formalitäten vorab digital erledigen. Biometrische Daten werden hierzu nur erfasst. Das System soll Wiederholungsbesucher, etwa per Gesichtserkennung, zuordnen und die digitale Transformation des Emirats vorantreiben.