Bundesweite Hotel-Razzia: Zoll ermittelt gegen Reinigungsfirma

| Hotellerie Hotellerie

Gegen eine in Franken ansässige Reinigungsfirma für Hotels hat der Zoll in dieser Woche eine bundesweite Durchsuchungsaktion gestartet. 274 Zollbedienstete durchsuchten dabei auch namhafte Hotels in München, Berlin, Hamburg, Heidelberg und Mannheim. Dem Unternehmen wird in einer Vielzahl von Fällen das Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt zur Last gelegt.

Die Abteilung Finanzkontrolle Würzburg beim Hauptzollamt Schweinfurt (FKS) führt und koordiniert die bundesweiten Ermittlungen im Auftrag und in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Das Serviceunternehmen, das in das Visier der Fahnder geraten ist, übernimmt die Reinigung von Hotelzimmern für verschiedene und namhafte Hotels. Den Verantwortlichen des Unternehmens und seinem 65-jährigen Geschäftsführer wird in einer Vielzahl von Fällen das Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt zur Last gelegt. Die tarifvertraglichen Vorgaben der Reinigungsbranche regeln die Vereinbarung von Wochenarbeitszeiten und festen Stundenlöhnen in den Arbeitsverträgen. Eine reine Ergebnisentlohnung (Akkordlohn) z.B. nach Anzahl der gereinigten Hotelzimmer führt ohne Beachtung der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden zu Abweichungen gegenüber dem tariflichen Arbeitslohn. „Das Arbeitsentgelt wurde so nicht oder nicht in zutreffender Höhe an die Sozialversicherungsträger gemeldet“, sagt der Zoll.

Die Durchsuchungen fanden mit Rücksicht auf die laufenden Hotelbetriebsabläufe mit hohem Personaleinsatz sowie in ziviler Einsatzkleidung statt und sind vorrangig auf den Reinigungsbetrieb der Hotels gerichtet. Hierzu werden Reinigungskräfte nach Ihren Arbeitsbedingungen und ihrer Entlohnung befragt und voraussichtlich umfangreiche Beweismaterialien sichergestellt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Leonardo Köln hat seine dreimonatige Modernisierung abgeschlossen und bietet nun 165 renovierte Zimmer sowie erweiterte Tagungskapazitäten an. Die Investition am Standort Köln umfasst zudem die Neugestaltung der Gastronomie- und Fitnessbereiche.

Die Berufungsinstanz der niederländischen Werbekodex-Kommission hat im Verfahren um die Verwendung von Hotelsternen auf Online-Buchungsplattformen eine richtungsweisende Entscheidung getroffen.

Die niederländische Berufungsinstanz hat eine frühere Empfehlung gegen Booking.com bestätigt. Nach der Entscheidung muss die Plattform klarer darauf hinweisen, wenn Hotels in den Niederlanden die angezeigten Sterne unter Umständen selbst festgelegt haben.

Die Odyssey Hotel Group übernimmt mit dem Moxy und dem AC Hotel am Humboldthain Park ihre ersten zwei Häuser in Berlin. Der Zuwachs von 233 Zimmern ist Teil einer Expansionsstrategie, die eine Vergrößerung des Portfolios auf 8.000 Zimmer bis zum Jahr 2028 vorsieht.

Es sollte ein schickes Hotel in einer historischen Fabrik in Augsburg werden. Doch für mehr als 100 Anleger wurde es zum Albtraum. Nun hat ein Gericht die Verantwortlichen reihenweise verurteilt.

B&B Hotels schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatzplus und 21 Neueröffnungen ab. Das Unternehmen setzt auf eine verstärkte Expansion in der Region Central and Northern Europe sowie auf umfassende Investitionen in die Modernisierung seines Bestands.

Das The Baltic View auf Rügen nimmt Ende des Monats den Betrieb auf. Das erste deutsche Haus der Brionj Luxury Hotel Collection setzt auf 14 Apartments mit privater Sauna und Anbindung an ein Spa-Resort.

Donald Trump plant in Miami den Bau einer präsidentiellen Bibliothek in Form eines Hochhauses inklusive eines integrierten Hotels. Das Projekt der Trump Organization setzt auf eine multifunktionale Nutzung und eine Architektur, die an das Design von Kreuzfahrtschiffen angelehnt ist.

Der Hotelkonzern Accor hat eine Absichtserklärung zum Verkauf seiner Beteiligung an Essendi (ehemals AccorInvest) unterzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Anteil von 30,56 Prozent an ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM veräußert werden.

Das Vertrauen in den europäischen Hotelmarkt bleibt hoch: 86 Prozent der Investoren planen, ihre Kapitalallokation im Jahr 2026 beizubehalten oder zu erhöhen. Das geht aus dem „European Hotel Investor Compass 2026“ von Cushman & Wakefield hervor, wie das Unternehmen mitteilt.