Google will nachhaltige Hotels kennzeichnen

| Hotellerie Hotellerie

Die Suchmaschine Google plant, Informationen über die Nachhaltigkeitspraktiken eines Hotels bereitzustellen. Hotels, die nicht daran teilnehmen möchten, müssen sich laut Skift jedoch keine Sorgen um ihre Platzierung in den Suchergebnissen machen. Google wird dazu neben dem jeweiligen Eintrag eine Art Öko-Logo platzieren. Basis für die Kennzeichnung sind in den USA die Ergebnisse von Unternehmen wie GreenKey oder EarthCheck.

„Es gibt viele Aspekte, die in ein Ranking einfließen“ , sagte Richard Holden, Vizepräsident für Reiseprodukte bei Google, beim Skift Global Forum. Er lehnte es jedoch ab, weitere Details preiszugeben. Die meisten Faktoren würden sich jedoch auf die Qualität beziehen. 

Unternehmen wie Hilton und Accor haben bereits ihre Nachhaltigkeitsinformationen bereitgestellt. Immobilienbesitzer können ihre Daten über ihr Google My Business-Profil bereitstellen, wie Skift-Chefredakteur Dennis Schaal erklärte. Es gebe Anzeichen dafür, dass das Rennen um die nachhaltigste Hotelmarke der neueste Wettbewerbstrend für die Hotelbranche sei.

So ist Accor kürzlich der Sustainable Hospitality Alliance beigetreten, einer globalen Organisation mit dem Ziel, nachhaltige Reiseerlebnisse zu entwickeln und die Umweltbelastung der Branche zu reduzieren. Hilton, Hyatt, IHG Hotels & Resorts und Marriott sind bereits Mitglieder. Marriott ging am Mittwoch auf dem Skift Global Forum noch einen Schritt weiter und kündigte an, bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen (Tageskarte berichtete).

Auch Google selbst kündigte ein eigenes Nachhaltigkeitsversprechen an, indem es sich der globalen Koalition für nachhaltiges Reisen Travalyst anschloss. Mit dabei sind auch die Gründungspartner Booking.com, Trip.com Group, Skyscanner, Tripadvisor und Visa.

„Die meisten Leute betrachten nachhaltiges Reisen und Informationen über die CO2-Auswirkungen und wissen ehrlich gesagt nicht, was das bedeutet“, erklärte Holden. „Wenn wir hier einen signifikanten Einfluss haben wollen, müssen wir unsere Kräfte in der gesamten Branche bündeln.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.