Hirmer will Hotels in Bad Gastein übernehmen

| Hotellerie Hotellerie

Die Münchner Hirmer-Gruppe will im österreichischen Bad Gastein gleich drei Hotels übernehmen. Wie Landeshauptmann Wilfried Haslauer mitteilte, wurde bereits ein entsprechender Vorvertrag unterzeichnet. Für das Hotel Straubinger, das Hotel Badeschloss sowie das Postgebäude sei damit eine hochwertige touristische Nutzung in Griffweite. Hirmer hat in diesem Jahr bereits die Travel Charme-Hotels übernommen und ist auch Inhaber des Hotels Elephant in Weimar.

„Unser Engagement hat sich gelohnt. Wir schlagen ein neues Kapitel für das Ortszentrum von Bad Gastein auf. Ein großer erster Schritt ist mit dem heutigen unterzeichneten Vorvertrag, der alle drei Objekte betrifft, nun getan", stellte Haslauer bei einem Informationsgespräch in Bad Gastein fest. „Wenn alles glatt geht – wovon wir ausgehen – wird in absehbarer Zeit am Straubingerplatz saniert und umgebaut. Ich freue mich darauf, wenn die ersten Gäste in diesen traditionsreichen Häusern begrüßt werden können", so Haslauer.
 


Seriöser und bekannter Investor für Bad Gastein

Landeshauptmann Haslauer unterzeichnete mit Vertretern der Hirmer-Immobilien-Gruppe, die auch Eigentümerin der Travel-Charme-Gruppe ist (Tageskarte berichtete), einen Vorvertrag zur Veräußerung der Straubingerplatz Immobilien GmbH, die Eigentümerin der drei Gebäude ist. Diese denkmalgeschützten Objekte wurden vom Land vor acht Monaten erworben. „Ich freue mich, dass es uns nach der Bestandssicherung gelungen ist, relativ rasch einen seriösen und bekannten Investor zu finden, der sich in Bad Gastein aus Überzeugung engagieren möchte und bereit ist, die drei Gebäude einer qualitativ hochwertigen touristischen Nutzung zuzuführen", sagte Haslauer. Für die Travel-Charme-Gruppe hat Matthias Brockmann einen Einblick in die Überlegungen der Gruppe gegeben. „Wir wurden hier in Gastein sehr gut aufgenommen, freuen uns auf den Standort hier. Bei einem Rundgang durch die Gebäude ist mir der Schauer über den Rücken gelaufen, wenn man sich vorstellt, wie toll das hier alles werden kann", so Brockmann.

4- und 5-Sterne-Hotels geplant

Rechtlich betrachtet beinhaltet der unterzeichnete Vorvertrag die Verpflichtung zum Abschluss eines Abtretungsvertrages für die Geschäftsanteile der Straubingerplatz Immobilien GmbH bis zum 15. November. Das ermöglicht dem potenziellen Investor vor dem Abschluss des Hauptvertrages, die technische und rechtliche Durchführbarkeit zu prüfen. Die Straubingerplatz Immobilien GmbH als Eigentümerin der Liegenschaften gesteht in diesem Zeitraum der Hirmer-Gruppe die Exklusivität der Gespräche zu.

Land bekommt alle Investitionen retour

Der Kaufpreis für die Anteile der Straubingerplatz Immobilien GmbH beträgt 7,5 Millionen Euro. Diese Summe entspricht exakt den vom Land beziehungsweise dem Salzburger Wachstumsfonds eingesetzten Gelder für den Ankauf. Die Summe beinhaltet auch die Nebenkosten, dringend notwendige Investitionen und weitere mit der Gesellschaft verbundene Aufwendungen sowie ein derzeit mit etwa einer Million Euro dotiertes Bankkonto für etwaige weitere Aufwendungen im Vorvertragszeitraum.

Die Käuferseite verpflichtet sich mit dem Abtretungsvertrag zur Errichtung eines gewerblichen Hotelbetriebs in der 4-Sterne-Superior oder 5-Sterne-Kategorie binnen drei Jahren ab Erlangung der dazu notwendigen Genehmigungen. Das wird im Sinne einer sogenannten „best-efforts"-Klausel umgehend in Angriff genommen. Die Gespräche mit dem Bundesdenkmalamt (alle drei Objekte stehen unter Denkmalschutz) sowie mit der Gemeinde Bad Gastein und den zuständigen Behörden seien laut Mitteilung konstruktiv.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das ehemalige Boutiquehotel Stadthalle in Wien firmiert nach einer Übernahme durch die Münchner Gruppe ab sofort unter dem Namen Cocoon Wien Westbahnhof und setzt auf digitale Prozesse sowie nachhaltige Konzepte.

Das Gastgewerbe erlebt weiterhin schwierige Zeiten. Viele Gäste schauen auf das Geld, aber die Preise steigen. Aushilfen und Fachpersonal sind schwer zu finden. Krankheitsbedingte Ausfälle verschärfen die Situation.

Nach einem Bericht der Immobilien Zeitung sollen die Eigentümer des Adlon-Fonds über den Verkauf des Berliner Hotels Adlon abstimmen. Der vorgeschlagene Mindestverkaufspreis liegt demnach bei 280 Millionen Euro.

Accor erweitert sein Portfolio in den USA und nimmt das Treasure Island-Hotel in die Handwritten Collection auf. Für den Konzern ist es der erste Hotelstandort auf dem Las Vegas Strip und zugleich das größte Haus im weltweiten Accor-Netzwerk.

Für René Benkos frühere Villa in Innsbruck-Igls wird eine neue Nutzung geprüft. Das Grundstück war bis 2016 bereits Standort des Schlosshotels Igls und könnte nach den aktuellen Überlegungen wieder touristisch genutzt werden. Das Thema ist nicht neu.

Wyndham eröffnet das Tryp by Wyndham The Hague Scheveningen in den Niederlanden. Das Hotel befindet sich in einem Gebäude aus den 1960er-Jahren im geschützten Teil von Scheveningen und wurde vollständig renoviert.

Der Staatsanwalt von San Francisco hat Klage gegen Online-Buchungsplattformen eingereicht. In der Klageschrift wird den Betreibern vorgeworfen, gezielt Internetseiten geschaltet zu haben, um Verbraucher über die Herkunft der Portale zu täuschen.

Marriott International legt die ausführlichen Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor, steigert den Gewinn und hebt angesichts stabiler globaler Reisetrends die Jahresprognose an.

Am 1. August 1996 startete die Deutsche Hotelklassifizierung. Drei Jahrzehnte später ist aus einem anfangs durchaus kontrovers diskutierten Branchenprojekt ein bundesweit etabliertes Orientierungssystem geworden.

Die Odyssey Hotel Group übernimmt das Management des The Westin Grand Berlin, des The Westin Leipzig, des Radisson Blu Hotel Leipzig und des Mercure Hotel Potsdam City. Mit den vier Hotels erweitert das Unternehmen sein Portfolio um mehr als 1.200 Zimmer und baut seine Präsenz in Deutschland aus.