Hotel Astoria Wien eröffnet nach Komplettumbau

| Hotellerie Hotellerie

„Im prächtigen Hotel Astoria vereinigen sich solider Luxus, Komfort und höchste Behaglichkeit, sodass sich jeder Gast just so wie zu Hause fühlt“, so wurde das „allermodernste Etablissement“ in der Wiener Kärntnerstraße bei seiner Eröffnung am 1. August 1912 beworben. Seit 111 Jahren ist das Hotel Astoria Wien fixer Bestandteil der Wiener Hotellerie. Nun war es Zeit für eine Frischzellenkur.

„Das Hotel Astoria ist ein Juwel der Wiener Gründerzeit. Die Renovierung ist eine Hommage an die Vergangenheit und eine Investition in unsere Zukunft. Besonderes Augenmerk legen wir auf den Erhalt der historischen Art Deco Substanz des Hauses“, erklärt Martin Winkler, Vorsitzender des Vorstandes des VERKEHRSBUEROS. So werden das Jugendstil-Mobiliar und zahlreiche Originalelemente im klassischen Wiener Stil umfassend revitalisiert.

Insgesamt investiert das VERKEHRSBUERO rund 15 Millionen Euro in den Umbau. Das Hotel wurde im Zuge der Renovierung im Januar 2023 geschlossen und wird im Frühjahr 2024 in frischem Glanz wiedereröffnen. Die insgesamt 125 Zimmer auf vier Stockwerken werden bis dahin komplett neugestaltet. Die Beletage Suite mit Balkon und Blick Richtung Führichgasse bietet auf 70 Quadratmetern ein Himmelbett, einen separaten Wohn- und Schlafraum sowie historische Kamine, Wandspiegel und opulente Luster.

„Im Zuge der Umbauten haben wir zahlreiche Wände entfernt und Räume verbunden. So bieten unsere neuen Zimmer ein großzügiges Ambiente für Städtereisende und Kulturbegeistere. Die großzügige Lobby mit der neu gestalteten, eleganten Astoria Bar und der Frühstückssalon spiegeln den einzigartigen Charme der Jahrhundertwende wieder. Das Team von BWM Designers & Architects hat den historischen Räumlichkeiten mit viel Feingefühl einen modernen Touch verliehen“, erklärt Michael Kröger, Geschäftsführer der VERKEHRSBUERO Hotellerie.

Den Charme und das ganz besondere Art-Deco-Flair der 1920er Jahre lassen sich in der Astoria Bar erleben, die nicht nur den Hotelgästen vorbehalten ist – sondern vielmehr auch heimisches Publikum und die Shoppingbegeisterten der Wiener City ganztägig zum Verweilen einladen wird.

„Es war für uns eine Überraschung, mitten in Wien ein so gut erhaltenes Art-Deco Ensemble vorzufinden. Das Hotel Astoria war zur Zeit seiner Erbauung 1912 das modernste und eleganteste Haus der Stadt. Unsere Sorgfalt galt den Spuren und historischen Elementen aus der Entstehungszeit. Das Vorhandene wurde in ein zeitgemäßes Gestaltungskonzept integriert, und so mit dem Neuen wieder zu einer konsistenten klassischen, zugleich aber doch auch wienerischen Atmosphäre verdichtet“, erklärt Erich Bernard, CEO & Founding Partner, BWM Designers & Architects.

Einer der schönsten Arbeitsplätze Wiens

„Unsere Mitarbeiter:innen sind das Herzstück unseres Hotels. Die Stammmannschaft mit Kolleg:innen, die teilweise schon mehrere Jahrzehnte hier im Hotel Astoria arbeiten, steht schon in den Startlöchern, um ganz viel Wiener Charme und ein exzellentes Gästeerlebnis zu bieten. Wir können und wollen aber noch aufstocken und sind aktuell auf der Suche nach engagierten Gastgeber:innen, die unsere Leidenschaft teilen – und schon bald Gäste aus aller Welt hier im Hotel Astoria begrüßen wollen", betont Hoteldirektorin Julia Eibensteiner. Von der Rezeption, über Küche und Service bis hin zum Housekeeping gibt es noch interessante Jobs – an einem der schönsten Arbeitsplätze der Wiener Innenstadt.

111 Jahre Geschichte

Bei seiner Eröffnung im Jahr 1912 galt das Astoria als modernstes Hotel in Wien. Ein Doppelzimmer mit Bad und Toilette kostete damals 32 Kronen, das Dienerschaftszimmer konnte um 6 Kronen zugebucht werden, ein Frühstück gab es um 2 Kronen. Das luxuriöse Hotel beherbergte zahlreiche Aristokrat:innen, Diplomaten sowie Opern- und Filmstars. So gehörte Orson Welles sowie die gesamte „Der dritte Mann“-Filmcrew zu den Stammgästen des Hauses. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1948 mit der Renovierung des Hotels begonnen. Im Jahr 1978 wurde das Hotel Astoria durch das VERKEHRSBUERO übernommen.



 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.

Top International trauert um Hans R. Müller, den Gründer der Kooperation. Das Unternehmen teilte den Tod seines langjährigen Gesellschafters und späteren Beiratsvorsitzenden in einem Nachruf mit.

Novum Hospitality hat ein Statusverfahren zur Zusammensetzung seines Aufsichtsrats eingeleitet. Die Geschäftsführung vertritt die Auffassung, dass keine gesetzliche Pflicht zur Bildung des Gremiums bestehe. Dem Aufsichtsrat gehören mehrere bekannte Namen aus Politik und Hotellerie an.