Hotelmarkt Frankfurt zählt erstmals mehr als 10 Millionen Übernachtungen

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Der Frankfurter Hotelmarkt hat im vergangenen Jahr erstmals die Marke von zehn Millionen Übernachtungen überschritten und verzeichnete damit insgesamt ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber 2017. Das erste Quartal 2019 setzt den Wachstumstrend fort und erzielt mit über 2,5 Millionen Übernachtungen einen Zuwachs von 5,3 Prozent.

Vor allem die Anzahl ausländischer Übernachtungsgäste stieg im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr im gesamten Frankfurter Beherbergungsgewerbe (inklusive Hotels, Hotels garnis, Pensionen, Gasthöfe, Jugendherbergen und Campingplätze) deutlich an. So trugen diese mit einem Plus von 8 Prozent erheblich mehr zur Übernachtungsentwicklung bei als deutsche Gäste (+5 Prozent). Mit mehr als 4,5 Millionen Übernachtungen machten internationale Gäste rund 45 Prozent der gesamten Übernachtungen aus.

„Trotz des schwächeren Messejahres 2018 setzt sich der rekordhafte Anstieg des Übernachtungsaufkommens in Frankfurt fort. Die größte Rolle spielt hierbei nach wie vor der Geschäftstourismus, jedoch wächst die Bedeutung des Freizeittourismus weiter an. Unter der Top-10-Standorten besitzt die Mainmetropole mit Abstand weiterhin die höchste Bettendichte sowie Tourismusintensität“, sagt Daniela M. Bense, Project Manager Hotel bei Dr. Lübke & Kelber GmbH. „Wir gehen auch in diesem Jahr von geringeren Besucherzahlen der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA aus. Trotzdem rechnen wir bis zum Jahresende auch aufgrund des guten ersten Quartalsergebnisses mit einem Zuwachs der Übernachtungen von sechs Prozent.“

RevPAR 2018 leicht rückläufig

Die Frankfurter Kettenhotellerie erzielte im vergangenen Jahr durchschnittlich 69,60 Euro pro Zimmer (RevPAR), eine Verringerung um 4,60 Euro im Vergleich zum Jahr 2017 (74,20 Euro). Im RevPAR-Ranking der Top-10-Hotelstandorte fällt die Mainmetropole damit um zwei Positionen und belegt Platz acht vor Dresden und Leipzig. „2018 zeigten sich in fast allen Städten Rückgänge beim durchschnittlichen Erlös pro Zimmer, so auch in Frankfurt. Anstiege gab es lediglich in Nürnberg, Berlin und München“, erläutert Bense. Neben dem durchschnittlichen Erlös pro Zimmer fiel in Frankfurt ebenfalls die durchschnittliche Zimmerrate auf 100,50 Euro im Vergleich zum Vorjahr (-3,60 Euro). Im Ranking der Preise pro Zimmer liegt Frankfurt damit auf dem fünften Platz.

Leichte Verringerung der Angebotslücke 2019

Zur Jahresmitte 2018 standen in Frankfurt in insgesamt 290 Beherbergungsbetrieben 53.635 Betten zur Verfügung. Das waren 8,6 Prozent (4.255 Betten) mehr als ein Jahr zuvor. Die Bettenauslastung konsolidierte aufgrund der positiven Übernachtungsentwicklung mit 52,2 Prozent auf ähnlich hohem Niveau wie in 2017. Bis Jahresende erhöhte sich die Bettenanzahl durch weitere Eröffnungen auf 56.092. „Frankfurt belegt beim Kapazitätsausbau seit 2011 den zweiten Platz unter den Top-10-Städten. Aller Voraussicht nach wird sich die Angebotslücke zwischen verfügbaren Betten und der Anzahl der Übernachtungen in diesem Jahr leicht verringern, obwohl der Bettenausbau wohl wieder etwas geringer ausfallen wird als die Nachfragesteigerung“, sagt Bense.

Zuwachs von 2.000 Betten im Jahr 2019

Mit dem the niu Charly in der Niddastraße 60-62 und dem Hampton by Hilton Gateway Gardens in der Thea-Rasche-Straße 6 haben 2019 bereits zwei neue Hotels den Betrieb aufgenommen. Vier weitere Neueröffnungen sind noch bis zum Jahresende geplant. Insgesamt bedeutet das einen Zuwachs von etwa 2.000 Betten für den Frankfurter Hotelmarkt. Ab nächstem Jahr sind darüber hinaus 20 weitere Hotelprojekte mit mehr als 10.000 Betten in Planung oder bereits im Bau. Mehr als 50 Prozent der geplanten Zimmer werden im Upscale-Segment mit vier Sternen entstehen.

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