Hotelmarktbericht zu Spanischen Feriendestinationen

| Hotellerie Hotellerie

Christie & Co hat seinen jährlichen Marktbericht mit einer Analyse der wichtigsten spanischen Resort-Destinationen an der Mittelmeer- und Atlantikküste veröffentlicht und gibt einen Überblick über die bis 2019 entwickelten Trends sowie die Auswirkungen der Pandemie im Jahr 2020.

Der Bericht befasst sich mit der Entwicklung der wichtigsten Hotelnachfrage- und Leistungsindikatoren für Resort-Destinationen im Zeitraum von 2017 bis 2019, einschließlich insgesamt 16 Subdestinationen der Kanarischen Inseln, Balearen, Katalonien, der autonomen Gemeinschaft Valencia und der Küste von Andalusien.

Seit 2012 hat sich das spanische Resort-Segment zu einem der Haupttreiber des Tourismuswachstums des Landes entwickelt. Mit einem Wachstum von 177 Millionen Übernachtungen im Jahr 2012 auf 209 Millionen im Jahr 2017 verzeichnete das Freizeitsegment, angetrieben durch das Wachstum der internationalen Nachfrage, einen kontinuierlichen Anstieg des Nachfrageniveaus und der Hotelrentabilität.

Von 2017 bis 2019 zeigten die wichtigsten Resort-Märkte Anzeichen einer Verlangsamung und eines leichten Rückgangs der Hotel-KPIs, was sowohl auf die allmähliche Erholung konkurrierender Destinationen im Mittelmeerraum als auch auf andere Faktoren wie den Nachfragerückgang aus Großbritannien oder den Konkurs von Thomas Cook zurückzuführen ist.

Der Resort-Sektor war der touristische Motor der Hotelbranche und machte 2019 60 Prozent der Nachfrage in Spanien aus, was einen erheblichen Einfluss auf die Stabilisierung der Hotelrentabilität und die Verbesserung der Angebotsqualität hatte. In Bezug auf das Investitionsniveau, verzeichneten Resort-Destinationen im Jahr 2019 41 Prozent des gesamten Investitionsvolumens, nur übertroffen von Investitionen in städtischen Destinationen.

Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie konfrontierte den Sektor mit einer noch nie dagewesenen Situation. In diesem Zusammenhang sank die Nachfrage nach Resort-Hotels im Jahr 2020 um 75,9 Prozent (56 Millionen Übernachtungen vs. 234 Millionen im Jahr 2019). Sekundäre inländische Destinationen, wie die Costa Verde, die Pyrenäen oder die Costa de la Luz, verzeichneten einen weniger ausgeprägten Nachfragerückgang und konnten im Sommer 2020 mehr inländische Kunden anziehen.

Die Hotelsegmente, die in geringerem Maße betroffen waren, sind zum einen das Budget-Segment, das mit geringeren Betriebskosten die Betriebe offenhalten konnte und zum anderen das Luxus-Segment, für das die Nachfrage im Laufe des Jahres weiter gestiegen ist.

Trotz der Auswirkungen von Covid-19 auf den Hotelsektor wurde eine große Anzahl von Projekten in Ferienorten identifiziert, wobei 61 Projekte an der andalusischen Küste und 22 Projekte auf den Kanarischen Inseln hervorstechen. Hervorzuheben ist der hohe Prozentsatz an Projekten im 5-Sterne-Segment, was das Engagement für Qualität in den wichtigsten Destinationen mit dem Eintritt neuer internationaler Luxusmarken unterstreicht.

Was das Investitionsvolumen anbelangt, so übertraf 2020 im Gegensatz zu 2019 das Volumen der Hotelinvestitionen in Resort-Destinationen das Niveau der Investitionen in städtischen Destinationen und verzeichnete 603 Millionen Euro (67 Prozent des gesamten Investitionsvolumens), wobei ein Großteil der Transaktionen in den Hauptmärkten auf den Balearen, den Kanarischen Inseln und der Costa del Sol stattfand.

Infolge der Auswirkungen, die Covid-19 im letzten Jahr auf unsere Gesellschaft und unseren Lebensstil hatte, zeichnen sich einige Trends als mögliche Treiber des lang erwarteten Aufschwungs ab: größere Flexibilität, Digitalisierung, Mikrosegmentierung, Neupositionierung oder Nachhaltigkeit.

Inmaculada Ranera, Managing Director bei Christie & Co in Spanien und Portugal, kommentiert: „Wir wollten eine Momentaufnahme des Resort-Sektors in Spanien veröffentlichen, der ein wesentlicher Bestandteil einer Tourismusindustrie ist, die von einem Anteil von 12,4 Prozent des BIP Spaniens im Jahr 2019 auf 4,3 Prozent im Jahr 2020 gesunken ist. Der Marktkonsens ist, dass sich Destinationen, die im Wesentlichen auf das Resort-Segment ausgerichtet sind, schneller erholen werden als Destinationen, die auf MICE und Geschäftstourismus ausgerichtet sind. Diese Erholung wird von mehreren Faktoren abhängen, von denen einige mit der Nachfrage einhergehen, während andere von der Wirksamkeit staatlicher Unterstützungsmaßnahmen abhängig sind, wie z. B. den Modalitäten der Rückzahlung gewährter Kredite, dem Zugang zu Bankfinanzierungen sowie den potenziellen Einschränkungen, die von den Behörden im In- und Ausland auferlegt werden. Trotz dieser Unbekannten gibt es einen enormen Eifer seitens internationaler Investoren und Ketten, in den spanischen Urlaubsmarkt einzutreten oder sich dort zu konsolidieren, was das Vertrauen und den Optimismus der Akteure des Sektors in seine mittelfristige Zukunft zeigt.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Apartment-Anbieter Stayery hat ein neues Haus in der Innenstadt von Fürth eröffnet. Das Unternehmen setzt am Standort auf digitale Abläufe und plant bereits die Erschließung weiterer Märkte im deutschsprachigen Raum.

Das Best Western Plus Ostseehotel Waldschlösschen im Ostseebad Prerow feiert sein dreißigjähriges Bestehen unter der Leitung der Inhaberfamilie Jahncke. Seit dem Kauf im Jahr 1995 wurde die historische Immobilie kontinuierlich modernisiert.

Die Schlosshotels & Herrenhäuser trauern um ihren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten Max Eidlhuber. Der österreichische Hotelier starb im Alter von 78 Jahren in Salzburg.

Die Dormero Hotel AG übernimmt das bisherige Amedia Express Passau aus der Insolvenz der Revo-Gruppe. Das Hotel mit 73 Zimmern soll in den kommenden zwei Jahren im laufenden Betrieb saniert werden.

Die Expedia Group beendet die Marke ebookers in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Nutzer werden künftig auf Hotels.com weitergeleitet, Bonus+-Guthaben wird in Hotels.com-Gutscheine umgewandelt

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.