Kayak will keine eigenen Hotels mehr eröffnen

| Hotellerie Hotellerie

Erst März 2021 hatte die Reisesuchmaschine Kayak sein erstes Hotel in Zusammenarbeit mit der Hotelmanagementfirma Life House eröffnet (Tageskarte berichtete). Jetzt kündigt das zu Booking Holdings gehörende Unternehmen an, künftig doch keine eigenen Hotels mehr eröffnen zu wollen. Stattdessen will sich Kayak künftig auf Hoteltechnologie konzentrieren.

Steve Hafner, Mitbegründer und CEO von Kayak, bestätigte gegenüber dem Nachrichtenportal Skift den Ausstieg und fügte hinzu, dass das Unternehmen bereits zehn Mitarbeiter entlassen musste. „Wir haben gegen Ende 2022 die Entscheidung getroffen, uns auf die Hoteltechnologie zu konzentrieren, anstatt eine Kette von Hotels mit der Marke K aufzubauen“, so Hafner. „Infolgedessen haben wir uns leider von einem kleinen Team getrennt, das sich auf diese Aufgabe konzentriert hat. Wir haben immer noch Ingenieure für die technische Seite.“

Kayak stieg 2021 in das Hotelgeschäft ein und eröffnete gemeinsam mit Life House das Kayak Miami Beach. (Tageskarte berichtete) Es folgten das Kayak Sol Playa del Carmen und das Kayak Luna Playa del Carmen. Wie Skift berichtet, soll das Wort "Kayak" aus den Namen der Hotels gestrichten werden, sobald die Pachtverträge auslaufen. Für das Kayak Miami Beach soll das im April 2024 der Fall sein.

Rami Zeidan, der Gründer und CEO von Life House, zeigte sich laut Bericht dennoch angetan von der Zusammenarbeit mit Kayak. „Wir haben viel von den Hotels mit der Marke Kayak gelernt und die Partnerschaft wird fortgesetzt“, so der CEO. „Wir werden diese Hotels weiterhin betreiben und mit Kayak eine großartige Software entwickeln, die auf diesen Erkenntnissen basiert. Das war immer die Absicht.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.

Der neue HotelHub Index zeigt für das erste Quartal einen weltweiten Anstieg der Hotelraten, wobei europäische Städte wie Mailand besonders hohe Zuwächse verzeichnen. Geschäftsreisende reagieren mit kürzeren Aufenthalten und dem Ausweichen auf günstigere Standorte.

Der Hotelverband Deutschland hat seinen aktuellen Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht. Die Publikation analysiert die wirtschaftliche Entwicklung sowie zentrale Kennzahlen der Hotellerie und bietet Hoteliers damit eine wichtige Orientierung für Marktanalysen, betriebliche Entscheidungen und die Einschätzung aktueller Branchentrends.

Die Apartment-Marke Smartments hat ihr Haus im Berliner Prenzlauer Berg nach einer Renovierungsphase wiedereröffnet. Neben neuen Zimmerkategorien für Familien setzt das Unternehmen verstärkt auf mobile Gastgeber und ein multifunktionales Lobbykonzept.

Im Xperience Quartier in Taufkirchen bei München entstehen neben Büroflächen auch ein Hotel und Tagungsbereiche. Nach Angaben von Art-Invest Real Estate hat Hensoldt bereits den kompletten Bürobauteil des Projekts angemietet.