Motel One investiert in fünf Umgestaltungen

| Hotellerie Hotellerie

Die Motel One Gruppe investiert regelmäßig in Umgestaltungen ihrer Hotels. Zuletzt wurden insgesamt fünf Häuser umgestaltet: In Rostock, Brüssel, Hamburg sowie an zwei Standorten in München. Dafür investierte Motel One insgesamt über 25 Millionen Euro, wobei auf die Wiederverwendung vorhandener Objekte im Sinne der Nachhaltigkeit geachtet wurde. Die umfangreichsten Veränderungen finden sich im Motel One Brüssel und dem Motel One Rostock.  

Königlich übernachten im Motel One Brüssel

Im neu gestalteten Motel One in Brüssel dürfen sich Gäste wie Mitglieder der belgischen Königsfamilie fühlen. Durch das Design ziehen sich Goldtöne und das Muster der Brüsseler Spitze findet sich auf Möbelstücken, an den Wänden und auch in der Lichtgestaltung wieder.  

In der Lobby dienen mehrere „Paradise Bird“-Sessel von Wittmann mit ihren goldenen Stangen als würdiger Thronersatz. Kunstvolle Kreationen des belgischen Tapetenherstellers „Arte“ verzieren die gesamte Lobby samt Rezeption, Bar und Frühstücksbereich. Teppiche und Pendelleuchten von Moooi verleihen dem Raum Eleganz. Von der Decke der Rezeption hängend ziehen „Juliet“-Pendelleuchten von Studio Kalff Blicke auf sich. Die bauchigen und doch filigranen Leuchten aus buntem Glas wirken wie modern interpretierte Kronleuchter.
 

Viele der Muster sind jedoch auch vom berühmten Schokoladenhandwerk Belgiens inspiriert. So erinnern die Fliesen im Frühstücksbereich an Schokoladentafeln und die Kakaopflanze ist auf einer Zeichnung verewigt. Ebenfalls typisch belgisch sind die Figuren von Tim & Struppi der ikonischen gleichnamigen Comic-Reihe, die hinter einer Glasscheibe bewundert werden können.

Entsprechend dem Nachhaltigkeitsstandard bei Motel One wurde versucht, Objekte aus dem früheren Design in das neue zu integrieren. So blieb beispielsweise die Rezeptionsrückwand mit Abbildungen Brüsseler Wahrzeichen, wie das Atomium, erhalten und lediglich die Verkleidung des Tresens wurde erneuert. Auch das dreidimensionale Bild, das aus Fliesen gefertigt wurde und das belgische Königspaar zeigt, empfängt weiterhin Nacht- und Tagschwärmer im Barbereich.

Maritimes Flair im Motel One Rostock

Das neu gestaltete Motel One liegt in Rostock nicht nur nahe der Ostsee, auch das Design ist von der Stadt und der Seefahrt inspiriert. Bereits an der Rezeption werden die Gäste mit einem Strandgefühl begrüßt, denn der Tresenkorpus erinnert mit seinen Holzplanken an einen hochgeklappten Steg. An der Rückwand der Rezeption ragt der Leuchtturm von Warnemünde empor. Die Tapete von LondonArt an der Kaffeestation zeigt den Strand samt Seegras und in die angrenzende Tapete von Nobilis wurde echtes Seegras eingearbeitet.

Auch die Bar passt sich an das Design der Rezeption an, bezieht sich aber thematisch auf die ganze Hansestadt Rostock. Häusersilhouetten zieren ihre Rückwand und laden zu einem Drink mit Blick auf die Innenstadt ein. Die handgemachten Fliesen des Tresens transportieren dabei den Anschein des Wassers der Warnow. Auch die Möblierung setzt mit aquamarinen Tönen das Thema Wasser weiter um, wobei sie durch Sandfarben aufgehellt wird.

Die Umgestaltung wurde auch genutzt, um die Raumaufteilung zu optimieren und ein offeneres Ambiente wie auf hoher See zu erschaffen. Rezeption, Bar und Kaffeestation sind deshalb neu angeordnet. Neu ist außerdem ein zusätzlicher Meetingraum. Wie auch im Motel One Brüssel wurde ein Großteil der Möblierung für die neue Gestaltung aufgearbeitet und wiederverwendet. Darunter die vielen Muschelleuchten und -vorhänge, die mit ihrer Perlenfarbe Eleganz und Lichtreflektionen in das Design bringen. Ein Hingucker ist der Lounge Sessel von Moooi, der aus extra großem „Garn“ an riesige Schiffstaue erinnert.

Auch in weiteren kleinen Details finden sich im neuen Design des Motel One Rostock Hinweise auf die Fischerei. Wie in den großen Raumtrennern, deren untere Korpen mit einer Tampenstruktur und diversen Seefahrerknoten gestaltet sind. Am oberen Bereich hängen Flaschenzüge und Seile von der Decke und verstärken dadurch den Schiffs-Look. Hinzu kommen Leuchten von Aylluminate, die optisch an Fischernetze erinnern und jene Lampen von Giopato & Compes, die Ähnlichkeit mit einer Flaschenpost haben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt verzeichnete 2025 mit über 27 Milliarden Euro das stärkste Jahr seit 2019. Getrieben durch verbesserte Performance und günstigere Kreditbedingungen stiegen die Transaktionen europaweit um 23 Prozent, wobei auch der deutsche Markt ein deutliches Plus von 50 Prozent verbuchen konnte.

Die Münchener Arabella Hospitality expandiert nach Ibiza: Mit dem ersten Hotel-Management-Vertrag übernimmt die Gruppe das Ibiza Corso Hotel & Spa. Nach einer umfassenden Renovierung wird das Haus 2027 als Teil der Autograph Collection neu positioniert – inklusive des legendären Clubs Lio Ibiza.

Das Grandhotel Bad Pyrmont wechselt im Sanierungsprozess in ein Regelinsolvenzverfahren. Ein Insolvenzplan soll nun die hohen Mehrkosten beim Brandschutz auffangen und die baldige Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen 150-Zimmer-Hauses ermöglichen.

Das ehemalige Renaissance Hotel in Düsseldorf-Mörsenbroich wird zwangsversteigert. Das Amtsgericht setzt den Verkehrswert für den seit 2019 leerstehenden Gebäudekomplex auf über 19 Millionen Euro an. Am 8. Mai 2026 entscheidet sich die Zukunft des markanten Standorts an der Münsterstraße.

Ruhige Nebensaison, neue Seenlandschaft, mehr Übernachtungen im Flughafen-Umfeld: Brandenburgs Tourismus bleibt aus Sicht der Branche stabil. Sorgen macht die Gastronomie.

Der Falkensteinerhof in Vals startet mit neuer 4-Sterne-Superior-Klassifizierung in die Wintersaison 2025/26. Neben baulichen Erweiterungen fokussiert das familiengeführte Haus auf ein geschärftes Kulinarik-Konzept und ergänzte Angebote für Familien.

Die Primestar Group eröffnet am 1. März das June Six Salzburg. In Zusammenarbeit mit der Soravia Gruppe und Marriott International wird das ehemalige Mayburg Salzburg als Tribute Portfolio Hotel neu positioniert.

Das Tourismusjahr 2025 war in Thüringen weitgehend von Stabilität geprägt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag die Zahl der Gästeübernachtungen mit rund 10,1 Millionen nur geringfügig unter der des Vorjahres.