Motel One investiert rund 11,4 Millionen Euro in Re-Designs in Essen, Frankfurt und Köln

| Hotellerie Hotellerie

Mittlerweile 74 Hotels zählt die Hotelgruppe Motel One. Mit kurzen Renovierungsintervallen verfolge man die Strategie, die Häuser auch langfristig in einem qualitativ hochwertigen und lokal inspirierten Design zu präsentieren, erklärte nun das Unternehmen. Nachdem im vergangenen Jahr bereits Redesigns in Berlin, Salzburg und Edinburgh fertiggestellt wurden, wurden nun drei weitere Hotels aufgefrischt: Während im Motel One Essen die 50er Jahre ihr Comeback feiern und im Motel One Frankfurt-East Side Oldtimerfans auf ihre Kosten kommen, spielt Wasser im Motel One Köln-Waidmarkt eine zentrale Rolle. Insgesamt investiert Motel One in das Redesign dieser drei Hotels rund 11,4 Millionen Euro.

„Echt Kölnisch Wasser“ im Motel One Köln-Waidmarkt:
 

Nicht nur als Postkartenmotiv wird der Rhein vielfach abgedruckt – im Motel One Köln-Waidmarkt dient er auch als Inspirationsquelle für das kürzlich fertiggestellte Redesign des 2012 eröffneten Hauses. Brücken, Wasserstraßen wie auch die lokale Traditionsmarke Kölnisch Wasser 4711 fließen in das Designkonzept ein. In Form einer Welle dominiert die Rezeption den neu gestalteten Eingangsbereich, darüber Glas-Pendelleuchten, die wie Wasserperlen schweben.

Die Bilderserie „Kopfüber“ von Dirk Brömmel schafft eine Verbindung zum Rhein und seiner Schifffahrt. Im Frühstück- und Arbeitsbereich sorgen abstrahierte Silhouetten der verschiedenen Rhein-Brücken von der Kölner Grafikdesignerin Mira Lee für einen Blickfang.

Das Thema „Kölnisch Wasser“ inspiriert in Form des „4711 Eau De Cologne“ das Redesign der Bar. Wie eine Wolke schwebt ein goldenes Deckensegel über der Bar und erzielt durch dessen Perforierung eine angenehme Raumakustik, während ein Stimmungsfilm der Traditionsmarke 4711 über eine großflächige LED-Installation an der Barrückwand eingebunden ist.


Zwischen Nierentischen und Egg Chair im Motel One Essen

Das Motel One Essen befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude aus den 50er Jahren direkt am Kennedyplatz, im Herzen Essens. Was lag daher näher, als sich im Design von den Themen, Farben und Formen der 50er Jahre inspirieren zu lassen. Geometrische Muster, zarte Pastelltöne, geschwungene Formen und Designklassiker lassen die Wirtschaftswunderjahre wiederaufleben und setzen moderne Akzente. Raumtrenner, die an Regalsysteme der 50er Jahre erinnern, teilen die Lobby und schaffen damit auch ruhigere Arbeitsbereiche.

Empfangen wird der Gast von original schwarz-weiß Fotografien aus den 50er Jahren aus der Stadt Essen wie auch von dessen Einwohner von Horst Lang. Ergänzt wird die Wandgestaltung durch den Leuchtschriftzug „Als der Pott noch kochte“ und erinnert damit an die große Zeit der Kohlebergwerke. Unmittelbar angrenzend zeigt eine großflächige Grafik berühmte Schauspieler der 50er Jahre, die in einem direkten Bezug zum bekannten Kino „Lichtburg“ und der Grugahalle Essen stehen. Auch das „Wunder von Bern“, die Fußballweltmeisterschaft 1954 und damit auch der aus Essen stammende Torschütze Helmut Rahn, ziehen als prägendes Ereignis dieser Jahre in die One Lounge ein. Der Barbereich erinnert schließlich an die glamourösen Cocktailpartys der 50er Jahre


Im Motel One Frankfurt-East Side erleben Oldtimer ihr Revival

Als Zentrum für Old- und Youngtimer gilt Frankfurt als ein Mekka für Autoliebhaber – und zieht sich nun auch durch das Design des neu gestalteten Motel One Frankfurt-East Side. Die Klassikstadt wie auch die Automobile selbst werden sowohl in der One Lounge wie auch dem angrenzenden Bar-, Arbeits- und dem Frühstücksbereich in Szene gesetzt. Der Ausflug mit dem ersten eigenen Auto wird zum optischen Mittelpunkt in der One Lounge. Große schwarz-weiß Aufnahmen mit Original Motiven aus den 30er bis 60er Jahren zieren die Wände der Lounge. Der Arbeitsbereich erinnert passenderweise an eine Autowerkstatt: Autoscheinwerfer als Leuchten, ein Wagenheber-Gestell als Workbench, eine Originale Tankzapfsäule und ein Sideboard das ehemals zur Aufbewahrung von Schrauben diente, lassen die passende Atmosphäre aufkommen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.