Primestar kommt mit Hilton-Hotel in den Hamburger Elbtower

| Hotellerie Hotellerie

Foto von  NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org/w/index.php

Der Berliner Hotelbetreiber Primestar Group hat einen langfristigen Mietvertrag für den Hamburger Elbtower unterzeichnet. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Damit ist ein Nachfolger für die ursprünglich geplanten Flächen der Marke Nobu gefunden. Auf rund 13.000 Quadratmetern soll ein Hotel der Marke Hilton entstehen.

Langfristige Pacht für Hilton-Standort

Nach dem Ausstieg der Marke Nobu Hospitality infolge der Signa-Insolvenz übernimmt die Primestar Group die Hotelkapazitäten im künftigen Wahrzeichen an den Elbbrücken. Der Mietvertrag soll eine Laufzeit von 20 Jahren haben, wie berichtet wird. Das geplante Hilton-Hotel wird über 195 Zimmer verfügen, die sich von der ersten bis zur sechsten Etage erstrecken. 

Das ursprüngliche Konzept von Nobu sah 191 Zimmer auf Fünf-Sterne-Niveau sowie ein Restaurant in den oberen Stockwerken vor. Mit dem Einzug von Hilton über den Bereiber Primestar aus Berlin ist nun eine zentrale Komponente für die gewerbliche Nutzung des rund 200 Meter hohen Turms gesichert.

„Mit unserem neuen High-End-Hotelprojekt im Hamburger Elbtower gehen wir einen weiteren konsequenten Schritt in der Entwicklung unserer Unternehmensgruppe“, erklärt Dr. Roland Rausch, Chairman der Primestar Group. „Für das Vertrauen in unser wegweisendes Konzept bedanke ich mich besonders bei Immobilieninvestor Dieter Becken und seinem Team. Mit seinem Engagement zur Neubelebung des Wahrzeichens an der Elbe leistet er Großes für Hamburg. Unser Dank gilt auch unserem langjährigen Franchise-Partner Hilton für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den gemeinsamen nächsten Schritt in das neue Luxus-Segment.“ Maßgeblich beteiligt an den Verhandlungen zwischen der Primestar Group und dem Investorenkonsortium des Hamburger Elbtower waren darüber hinaus Patricia Walter von der Rechtsanwaltskanzlei Gebert Drescher sowie Marc Werner aus der internationalen Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells bzw. ARP Architekten.

Vermarktungsquote überschreitet 50-Prozent-Marke

Mit dem Abschluss des neuen Mietvertrages ist die Vermarktung des Elbtowers einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Aktuell sind mehr als 50 Prozent der insgesamt 98.000 Quadratmeter Mietfläche vergeben. Ein bedeutender Teil davon entfällt auf das geplante Naturkundemuseum, für das der Hamburger Senat zwölf Etagen im Sockelgeschoss erwerben möchte. Die Bürgerschaft soll voraussichtlich im Frühsommer über diesen Kauf entscheiden. Die Gäste des Hotels werden künftig unter anderem Ausblicke auf die Elbe sowie auf die Ausstellungsbereiche des Museums haben.

Neues Investorenkonsortium und Freigabe durch das Kartellamt

Parallel zur neuen Mieterstruktur hat sich die finanzielle Basis für den Weiterbau des Projekts gefestigt. Das Bundeskartellamt erteilte kürzlich die Genehmigung für die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Zu dem Investorenkreis um den Hamburger Immobilienentwickler Dieter Becken gehören namhafte Partner wie der Unternehmer Dirk Roßmann, der Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne, die Signal Iduna Versicherung sowie das Bauunternehmen Adolf Lupp. Die Wettbewerbshüter stuften das Vorhaben als unproblematisch ein und gaben das Fusionsvorhaben innerhalb weniger Wochen frei.

Der Elbtower, der nach aktuellem Planungsstand eine Höhe von 200 Metern erreichen wird, war ursprünglich mit 245 Metern projektiert worden. Nach dem Baustopp und der Insolvenz der Signa-Gruppe wird das Großprojekt nun durch die neue Investorengruppe weitergeführt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Radisson Hotel Group eröffnet in Danzig ihr erstes polnisches Haus der Marke Prize by Radisson. Das Hotel mit 125 Zimmern setzt auf ein funktionales Design im mittleren Preissegment und markiert den Beginn einer Expansion in polnischen Metropolen.

Wyndham meldet für das erste Quartal 2026 ein Wachstum der Systemgröße und der Pipeline auf Rekordniveau. Die laufende Insolvenz der Revo Hospitality Group belastet jedoch das operative Ergebnis durch Gebührenstundungen und führt zur Übernahme von zwei europäischen Hotels.

Whitbread erreicht mit Premier Inn erstmals einen Gewinn im Deutschlandgeschäft und kündigt einen umfassenden Umbau seines Gastronomieangebots an. Medien berichten zudem über einen geplanten Stellenabbau im Zuge der Neuausrichtung.

Bei einer Kontrolle in einem Hotel im Bezirk Landeck hat die Finanzpolizei mehrere nicht gemeldete Arbeitskräfte festgestellt. Die Behörden ermitteln zudem wegen möglicher Arbeitsausbeutung und Menschenhandels.

Zum Ende des ersten Quartals 2026 zeigt die globale Hotel-Pipeline laut CoStar-Daten ein Wachstum in fast allen Weltregionen. Lediglich auf dem amerikanischen Kontinent sind die Aktivitäten in sämtlichen Planungs- und Bauphasen rückläufig.

Hyatt verzeichnet im ersten Quartal ein deutliches Wachstum bei den Managementgebühren und den Zimmerkapazitäten. Trotz geopolitischer Herausforderungen und regionaler Einflüsse hebt der Konzern seine Prognosen für das Gesamtjahr teilweise an.

Mit der Eröffnung des W Sardinia – Poltu Quatu setzt die Marriott-Marke W Hotels ihren Expansionskurs in Italien fort. Das Resort an der sardischen Nordostküste umfasst 157 Zimmer und setzt auf ein Designkonzept mit regionalem Bezug.

Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg feiert im Mai 2026 sein 20-jähriges Bestehen und lädt zu einem Tag der offenen Tür ein. Das inhabergeführte Haus setzt weiterhin auf eine Kombination aus gehobener Gastronomie und Tagungsgeschäft.

Die Stiftung der Familie Zech kauft den Öschberghof. Das Luxushotel in Donaueschingen wird Teil der Severin*s Hotels & Resorts. Der Betrieb soll mit bestehender Ausrichtung weitergeführt werden. Michael Artner bleibt nach Angaben des Unternehmens weiterhin verantwortlich für die Leitung des Resorts.

Der Betreiber des Hotels auf Burg Schnellenberg in Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Während der vorläufige Insolvenzverwalter die Sanierungschancen prüft, wird der Betrieb in Attendorn vorerst fortgesetzt.