"Scheißegal": Olaf Kerssen kritisiert Bundesregierung

| Hotellerie Hotellerie

Olaf Kerssen führt nicht nur das Ringhotel Teutoburger Wald, er ist auch zugleich der Bruder von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die in dem Familienbetrieb einst ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvierte. In der Wirtschaftswoche kritisierte der Hotelier nun massiv die Politik der Bundesregierung: Sie retten die Banken, sie retten die Versicherungen, sie retten die Autoindustrie. Der Tourismus sei ihnen jedoch scheißegal, so Kerssen.

Seine Schwester halte er zu großen Teilen da raus, da er sie damit diskreditiere, wie Kerssen der Wirtschaftswoche erklärte. Auf der anderen Seite habe er aber auch ein persönliches Interesse zu vertreten und müsse sich um seine Mitarbeiter kümmern.

Auch Kerrsen hatte laut eigenen Angaben Soforthilfe erhalten. Die 25.000 Euro seien jedoch schon lange verbraucht. Dem gegenüber stehe ein Schaden von rund einer halben Million Euro. Ein Schaden, der von Amts wegen erfolgt sei, so der Hotelier. Das Hilfspaket der Regierung helfe dabei wenig. Vor allem die befristete Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen mache keinen Sinn, so der Hotelier. Stattdessen solle die Absenkung mindestens für zehn Jahre gelten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.