"Schlosshotels & Herrenhäuser" wird zu "The castle in an other country"

| Hotellerie Hotellerie

Das Präsidenten-Duo Philipp Patzel und Peter Fetz wollen die nunmehr 55 Jahre alte Hotelvereinigung mit rund 70 historischen Mitgliedsbetrieben als neue Marke in die Zukunft führen. Mit anderem Namen und überarbeitetem Auftritt sollen die Schlösser, Burgen, Villen, Landsitze, Palais und Herrenhäuser zukünftig neue Gästeschichten ansprechen. Die Marke werde den Charakter der Hotels noch mehr unterstreichen, ist die Vereinigung überzeugt.

„Nicht einfach nur Urlaub machen, sondern reisen und sich auf das Fremde einlassen, abenteuerlustig sein. „Castle“ steht für einen Rückzugsort, an dem man sich geborgen fühlt“, beschreiben Fetz und Patzel. Das Logo symbolisiert den Turm eines Schlosses.

Die beiden setzen bei der Neuausrichtung vor allem auf Storytelling. Zum Ausdruck kommt dies auch auf der neuen Website www.experiencecharacter.com, die zum Sammelplatz der Geschichten werden soll.

Ein Magazin, das zweimal pro Jahr in einer Auflage von bis zu 60.000 Stück erscheint und über die Hotels sowie Medienpartner vertrieben wird, ersetzt den bisherigen Katalog. Mittels Social Media-Arbeit soll die Präsenz in sozialen Medien erhöht und somit wieder neue Zielgruppen angesprochen werden.

Hotels in neun Ländern

Zur Vereinigung zählen derzeit rund 70 Mitgliedsbetriebe in Österreich und Nachbarländern. Herrschaftliche Schlösser und Burgen zählen genauso dazu wie Landsitze, Herrenhäuser, Villen und Stadtpalais. Aushängeschilder sind beispielsweise das Rokoko-Schloss Leopoldskron, Gründungsort der Salzburger Festspiele inmitten der Mozartstadt oder die Burg Bernstein des Wüstenforschers Ladislaus Almásy (Bernstein, Burgenland).

„Gerade die jetzige Krise macht sichtbar, dass eine Zeit angebrochen ist, in der wir das Reisen neu überdenken müssen; weg von der Masse hin zu mehr Klasse und Qualität“, sind sich Philipp Patzel und Peter Fetz einig.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.