The Circus investiert und gewinnt Felix Mielke für gastronomisches Konzept

| Hotellerie Hotellerie

Aus einem kleinen Hostel, mit dem Andreas Becker vor über 20 Jahren in der Berliner Reinhardtstraße Ecke „Am Zirkus“ begann, ist mittlerweile eine bekannte Marke geworden – mit einem Hostel, einem Boutique-Hotel und einem Apartmenthaus. Nun geht das Team um Gründer und Mitgesellschafter Becker einen Schritt weiter und startet im Sommer 2020 eine umfassende Renovierung des Hotels.

„The Circus hat 20 Jahre lang Anlauf genommen“, erklärt der Gründer, der seit 2017 bereits zwei Millionen in die Sanierung des Hostels gesteckt hat und nun noch einmal knapp drei Millionen investiert, „Jetzt werden wir erwachsen“. Der Hotelumbau werde das große Finale der gut vierjährigen Phase, in der sich The Circus rundum erneuert habe.

Von der Fassade über die Renovierung aller Zimmer, der Erneuerung der Ausstattung, der Installation einer Klimaanlage im ganzen Haus bis hin zur Neukonzeptionierung der Gastronomie reicht der Umbau. „In einer Zeit, in der unabhängige Hotelbetreiber den Markt verlassen, setzen wir mit dieser Investition ein Signal“, meint Becker selbstbewusst.

Die Gastronomie im The Circus Hotel wird als Partner künftig Felix Mielke übernehmen, der mit seinem Schüsseldienst in Schöneberg seit April 2019 die Imbiss-Kultur umkrempelt und mit seiner Idee auch den Gault&Millau überzeugte. Auch beim zweiten Schüsseldienst im The Circus Hotel wird Mielke sein Fine-Dining-Konzept umsetzen und Hotelgäste und Berliner gleichermaßen ansprechen. Mielke zur Seite steht Barchef Nico Zillmann, der nach Stationen in der Bar Tausend, der Vesper Bar und im Pauly Saal ebenfalls neu im The Circus ist.

„Damit werden wir auch gastronomisch hervorragend aufgestellt sein. Durch die Einbindung von stadtbekannten Größen der Berliner Gastronomie holen wir das Beste in unser Haus, was die Stadt zu bieten hat“, sagt Becker. „Uns ist es wichtig, als unabhängiges Boutique-Hotel auf gastronomische Kompetenz zu setzen.“

The Circus Hotel bleibt während der Umbauphase am Rosenthaler Platz geöffnet.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.