Union Investment verkauft Hilton Garden Inn in Innsbruck an Betreiber

| Hotellerie Hotellerie

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde zwischen den beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart.

Schiehser Hotels übernimmt Eigentum

Das Objekt gehörte seit dem Jahr 2015 zum Portfolio des Immofonds 1, eines offenen Immobilien-Publikumsfonds, der ausschließlich in Österreich vertrieben wird. Die im Jahr 2011 fertiggestellte Immobilie durchlief in den vergangenen Jahren mehrere Betreiberwechsel. Bis Juli 2021 wurde das Haus als Ramada Hotel geführt, bevor im Jahr 2022 eine Übernahme durch die HR Group erfolgte, die das Gebäude vorübergehend als Tivolihotel Innsbruck betrieb.

Seit Ende 2024 firmiert das Haus unter der Marke Hilton Garden Inn. Vorausgegangen waren Investitionen der Union Investment in Höhe von rund 4 Millionen Euro, um das Hotel zu modernisieren und auf den Ausstattungsstandard der Marke Hilton anzupassen. Die Schiehser Hotels Gruppe, die bereits seit Jahresbeginn 2026 den Betrieb des Hauses verantwortet, führt dieses nun nach der Übernahme als Eigentümerin langfristig fort.

Attraktiver Markt für Investoren

André Pinto Gomes, Senior Investment Manager Hospitality bei der Union Investment, begründete den Verkauf mit der stabilen Nachfrage und einer limitierten Projekt-Pipeline in Innsbruck. Der Markt sei für Investoren und Betreiber attraktiv, wobei die Größe von 159 Zimmern eine vorteilhafte Positionierung ermögliche. Die aktuelle Marktsituation habe die Gelegenheit geboten, das Hotel profitabel an den Betreiber zu veräußern.

Petia Zeiringer, Fondsmanagerin und Mitglied des Vorstands der Union Investment Real Estate Austria AG, bilanzierte, dass das Hotel während der elfjährigen Haltedauer den Verkehrswert um rund 20 Prozent gesteigert habe. Der Verkauf leiste einen positiven Beitrag zur Wertentwicklung des Fonds und diene der Erhöhung der Liquiditätsposition im Immofonds 1. Begleitet wurde der Transaktionsprozess durch den Immobiliendienstleister Christie & Co sowie durch die Kanzlei Vavrosky Heine Marth Rechtsanwälte GmbH und TPA.

Nähe zu bedeutenden Sportstätten

Das Hotel befindet sich südlich der Altstadt von Innsbruck, direkt gegenüber der Olympia World. In fußläufiger Entfernung befinden sich zudem das Olympia Eisstadion sowie das Tivoli Fußballstadion. Die Anbindung an den Bahnhof, den Flughafen sowie das Stadtzentrum ist laut Unternehmensangaben innerhalb weniger Minuten gewährleistet.

Die Schiehser Hotels Gruppe, gegründet im Jahr 2019 durch Alexander Schiehser, umfasst derzeit 21 Hotels an Standorten in Wien, München, Passau, Salzburg und Innsbruck. Das Portfolio vereint internationale Hotelmarken wie Hilton, IHG und Accor mit eigenständig entwickelten Konzepten. Mit dem Erwerb des Innsbrucker Standorts setzt das Unternehmen seine Expansionsstrategie in österreichischen Landeshauptstädten fort.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die DEHAG Hospitality Group hat für 2025 einen Gesamtumsatz von 37,740 Millionen Euro gemeldet und damit nach eigenen Angaben einen Rekordwert erreicht. Im Jahr 2026 feiert die Unternehmensgruppe zudem ihr 50-jähriges Bestehen.

Der Hotelverband hat am Nürburgring seine Jahresveranstaltung inklusive Mitgliederversammlung durchgeführt. Im Fokus der Tagung standen die Potenziale künstlicher Intelligenz für die Hotellerie sowie die Auszeichnung von Brancheninnovationen und Nachwuchstalenten.

Das Hotel Fichtelberghaus in Oberwiesenthal wird umfassend modernisiert. Die Wiedereröffnung des auf Vier-Sterne-Standard ausgebauten Hauses ist für Dezember 2026 geplant.

Eine Umfrage von mrp hotels unter 42 Marktteilnehmern sieht Hotelimmobilien weiterhin als gefragte Anlageklasse. Hohe Finanzierungskosten gelten dabei als größte Herausforderung, während Spanien die höchste erwartete Investmentdynamik aufweist.

Der neue „Psychological Well-being in Hospitality Report 2026“ der EHL Hospitality Business School beschreibt fünf Entwicklungen, die den Umgang mit psychischem Wohlbefinden in Hotellerie und Gastronomie prägen. Im Mittelpunkt stehen Mitarbeitergesundheit, menschliche Begegnungen und die Wirkung von Räumen auf Gäste und Beschäftigte.

Aroundtown plant die Umwandlung weiterer Büroimmobilien in Serviced Apartments und Mixed-Use-Objekte. Projekte befinden sich unter anderem in Berlin, Frankfurt am Main, Dortmund, Hannover und Athen in Planung oder Umsetzung.

Die HSMA Deutschland veranstaltet Anfang September 2026 den #HSMAday in Berlin. Im Fokus stehen laut Verband Themen wie Künstliche Intelligenz, Plattformökonomie, Cybersicherheit und wirtschaftliche Herausforderungen für die Hotellerie.

Marriott International gründet ein Joint Venture mit der Familie Leali und integriert die italienische Luxus-Wellnessmarke Lefay in sein weltweites Portfolio. Die Integration in die Vertriebskanäle des Hotelkonzerns soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Fair Job Hotels hat in Düsseldorf sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt standen Rückblicke auf die Entwicklung des Vereins, Ehrungen für Gründungsmitglieder sowie Diskussionen über Arbeitsmarkt, Führung und Künstliche Intelligenz.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group beteiligt sich am Thermenresort Loipersdorf und übernimmt künftig dessen Management. Gemeinsam mit Merkur Versicherung und Granit sind Investitionen in Therme und Hotel vorgesehen.